Nach dem enttäuschenden Abschneiden Deutschlands bei der Weltmeisterschaft hat Lothar Matthäus Joshua Kimmich ausdrücklich verteidigt. Während viele Nationalspieler in der Kritik stehen, lobt der Weltmeister von 1990 den DFB-Kapitän für dessen Auftreten nach dem Turnier.
In der BILD-Sendung "Lothar legt los" sagte Matthäus: "Der hat wenigstens Eier und sagt, dass sie schlecht waren. Er sucht nicht nach Ausreden, er sucht den Fehler bei sich selbst. Und das ist ein Kapitän."
Für den Rekord-Nationalspieler steht deshalb fest: "Ich würde ihn gar nicht infrage stellen, ich würde ihn nur noch mehr den Rücken stärken." Gleichzeitig übte Matthäus Kritik an der Rolle des Bayern-Stars. Kimmich gehöre nicht auf die rechte Abwehrseite, sondern ins zentrale Mittelfeld.
"Er muss auf der Doppelsechs spielen", erklärte Matthäus. Dort könne der 31-Jährige seine größten Stärken – Organisation, Erfahrung und Führungsqualitäten – am besten einbringen. Für andere DFB-Stars sieht der Weltmeister dagegen keine Zukunft mehr im Nationalteam.
Nach Manuel Neuers bereits angekündigtem Rücktritt könnten laut Matthäus auch Antonio Rüdiger und Leon Goretzka künftig keine Rolle mehr spielen. Bei Kimmich ist sich der 65-Jährige hingegen sicher: "Er ist jemand, der hochprofessionell ist, hochengagiert, hochmotiviert."