"Performt nicht so, dass..."

Matthäus übt Kritik an Nominierung von DFB-Star

Deutschlands Teamchef Julian Nagelsmann hat seinen WM-Kader nominiert. Eine Personalie kann Experte Lothar Matthäus dabei nicht nachvollziehen.
Sport Heute
24.05.2026, 08:39
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Nagelsmann gab am Donnerstag die 26 Spieler bekannt, die Deutschland bei der am 11. Juni beginnenden WM in den USA, in Kanada und Mexiko vertreten sollen. Die größte Überraschung, die dann gar keine mehr war: Manuel Neuer kehrt nach knapp zwei Jahren Pause zurück ins deutsche Tor, verdrängt Oliver Baumann als Nummer eins.

Für Deutschlands Rekord-Teamspieler Lothar Matthäus sticht allerdings eine andere Personalie ins Auge. Der Weltmeister von 1990 hätte nämlich Flügelspieler Leroy Sane nicht in den Kader einberufen, wie der Deutsche gegenüber "sport.de" erzählte.

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"Da muss man ehrlich sein"

"Ich bin eigentlich ein Fan von ihm, kenne ihn auch persönlich sehr gut", meinte Matthäus. Danach schob er jedoch an: "Aber er hat – da muss ich ehrlich sein – über das ganze Jahr hinweg nicht so performt, wie ich es mir vorgestellt habe."

Deshalb sei die Nominierung des Legionärs von Galatasaray Istanbul auch unerwartet. "Wenn Julian Nagelsmann sagt, man geht nach Leistung und Einsatzminuten, dann ist das eine Überraschung", erklärte Deutschlands Rekord-Teamspieler. Auch in der Türkei selbst sei man "nicht zufrieden" mit dem deutschen Teamspieler, führte Matthäus weiter aus. "Die Fans sind enttäuscht von ihm, er hat wenig Einsatzzeiten", erklärte der 65-Jährige. Sane wechselte im Sommer 2025 ablösefrei von Bayern München zu Galatasaray, brachte es in 43 Spielen auf sieben Tore und neun Assists. "Sane performt nicht so, dass diese Einladung verdient hat. Bei Galatasaray ist er nicht mal Stammspieler und das sollte dann nicht reichen für die deutsche Nationalmannschaft", fuhr Matthäus fort.

Viel lieber hätte der ehemalige Weltklasse-Fußballer die Nominierung von Köln-Shootingstar Said El Mala gesehen, er habe "eine Riesensaison mit dem 1. FC Köln gespielt", so der 65-Jährige. "Sowas brauchen wir bei einer WM. Jemanden, der sich mit Geschwindigkeit und Körpersprache durchsetzt, deswegen hätte ich ihm den Vorzug vor Sane gegeben. El Malas Leistung war – auf das ganze Jahr gesehen – wesentlich besser als die von Sane", meinte Matthäus.

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