Beim FC Bayern kommt keine Ruhe rein – auch nach dem Meistertitel, auch in der Sommerpause. So wurde Bayern-Aufsichtsrat-Mitglied Uli Hoeneß in einem Interview mit Sky deutlich.
Er antwortete auf die Frage eines Reporters, ob in letzter Zeit zu viele Interna nach außen gedrungen seien: "Ja. Auch Lothar wird in den nächsten zwölf Monaten weniger Informationen kriegen, weil wir ihm die Kanäle abschneiden werden."
Hintergrund: Matthäus hatte zuletzt immer wieder den FC Bayern und die dort handelnden Personen scharf kritisiert und beispielsweise das fehlende "Mia san mia"-Gefühl im Klub angeprangert. Auch die Art und Weise bei den Rauswürfen von Oliver Kahn und Hasan Salihamidzic prangerte er an.
Auf die Aussagen von Hoeneß reagierte Matthäus derweil mit Unverständnis. "Ich habe nie Informationen vom FC Bayern bekommen. Ich sehe die Dinge auf dem Platz, ich spreche mit den Menschen", sagte der 62-Jährige der "Bild"-Zeitung: "Ich rede über das, was ich wahrnehme. Aber ich habe nichts gesteckt bekommen. Diese Aussage ist für mich Unsinn, sorry." Dass die Mannschaft der Münchner "nicht funktioniert oder die Stimmung schlecht ist, das sehe ich", sagte der 62-Jährige.
Dass sich Bayern-Legende Matthäus und der 71-jährige Hoeneß nicht so gut verstehen, ist keine Neuigkeit. Unvergessen ist etwa die Episode aus dem Jahr 2002, als Hoeneß meinte, der Weltmeister von 1990 werde bei den Bayern "nicht mal Greenkeeper im neuen Stadion".
Zwar vertrugen sich die beiden zwischenzeitlich wieder, Matthäus meinte 2021: "Über die Greenkeeper-Aussage können wir nun auch längst beide lachen. Uli hat mir erst jetzt wieder gesagt, dass ihm dieser Ausspruch schon am nächsten Tag leidtat." Jetzt scheint der Streit aber wieder neu aufgeflammt.