Bei Real Madrid brodelt es gewaltig – im Mittelpunkt steht einmal mehr Kylian Mbappe. Während die Königlichen im Titelrennen klar hinter Erzrivale Barcelona liegen, wächst unter den Fans der Ärger über den Superstar.
Der Franzose, Kollege von ÖFB-Kapitän David Alaba, fällt aktuell mit einer Muskelverletzung im linken Oberschenkel aus. Doch statt sein Team zumindest von der Tribüne aus zu unterstützen, sorgte Mbappe mit einem Kurztrip für Kopfschütteln. Der Weltmeister reiste nach Sardinien und wurde dort mit seiner neuen Freundin, Schauspielerin Ester Exposito, entspannt auf einer Yacht fotografiert. Die Spanierin ist unter anderem aus dem Netflix-Megahit "Elite" bekannt.
In sozialen Netzwerken machten zahlreiche Anhänger ihrem Unmut Luft. Grafiken mit der Aufschrift "Mbappe out" verbreiteten sich rasant. Parallel dazu wurde eine Online-Petition gestartet, die bereits mehr als 250.000 Unterschriften gesammelt hat. Darin werden Veränderungen gefordert und die Fans aufgerufen, "nicht zu schweigen".
Der Zeitpunkt sorgt besonders für Kritik: Real droht eine titellose Saison, während Barcelona kurz davorsteht, sich im Clasico endgültig zum Meister zu krönen.
Laut Berichten aus Spanien und Frankreich soll Mbappes Verhalten auch innerhalb der Mannschaft nicht gut angekommen sein. Selbst wenn der Trip medizinisch abgesegnet gewesen sein soll, stößt die öffentliche Darstellung in einer sportlich heiklen Phase auf wenig Verständnis.
Dem Angreifer wird zudem nachgesagt, sich zu sehr auf seine französischen Teamkollegen zu konzentrieren und sich nicht ausreichend ins Mannschaftsgefüge zu integrieren. Auch kleinere Vorfälle – etwa Zuspätkommen bei Teamterminen – sollen intern für Diskussionen gesorgt haben.
Trainer Alvaro Arbeloa stellte sich zuletzt schützend vor seinen Spieler. Die Planung bei verletzten Profis erfolge stets in Abstimmung mit der medizinischen Abteilung. In seiner Freizeit könne Mbappé tun, was er wolle.
An der angespannten Stimmung rund um den Bernabeu ändert das allerdings wenig.