Alexandra gibt Job in OÖ auf, um in Afrika zu helfen

Die 30-jährige Alexandra Schuster kündigte ihren Job als Mechanikerin in Leonding, um für Ärzte ohne Grenzen in den Südsudan zu gehen.
Fünf Jahre lang arbeitete Alexandra Schuster (30) als Mechanikerin bei einem großen Unternehmen in Leonding (Bez. Linz-Land). Allerdings war ihr das nicht genug.



Bereits letztes Jahr war die gebürtige Steirerin, die in St. Valentin lebt, für rund sieben Monate für die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen im Südsudan (Ostafrika). Dort war sie ebenfalls als Mechanikerin im Einsatz.

Ärzte ohne Grenzenist eine private, medizinische Nothilfeorganisation.

Mitarbeiter leistet medizinische Hilfe in Ländern, in denen das Überleben von Menschen durch Konflikte, Epidemien oder Naturkatastrophen gefährdet ist. Je nach Bedarf bieten die Organisation medizinische Grundversorgung an oder leistet chirurgische Nothilfe, bekämpft Epidemien und führt Impfkampagnen durch. Behandelt werden insbesondere Infektionskrankheiten wie HIV/Aids, Tuberkulose oder Kala Azar.

Obwohl Ärzte ohne Grenzen vorrangig medizinisch arbeitet, sorgt die Organisation in Gebieten die Hilfe brauchen für sauberes Trinkwasser, Unterkünfte, allgemeine Hilfsgüter oder auch Nahrungsmittel, wenn Menschen diese zum Überleben benötigt werden.

Die Organisation finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden.
Weitere Infos auf aerzte-ohne-grenzen.at
Eine aufregende Zeit die prägt und Schuster motivierte, nun ein weiteres Mal im Dienst für Ärzte ohne Grenzen ins Ausland zu gehen.

CommentCreated with Sketch.5 Zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Am Montag tritt die 30-Jährige erneut für sechs Monate die Reise in den Südsudan an. Ihren Job musste sie dafür allerdings kündigen. "Letztes Jahr konnte ich mich mit der Firma auf unbezahlten Urlaub einigen. Ein zweites Mal, erneut für so lange Zeit, war das nicht möglich. Aus Sicht der Firma versteh ich das auch", so Schuster im "Heute"-Gespräch. Die einzig logische Konsequenz: Die Technikerin kündigte.

Für Wasser und Strom verantwortlich

Im Südsudan erwartet Schuster, auf eigenen Wunsch hin, diesmal eine ganz neue Aufgabe. Als Logistikerin organisiert sie alles, was im Camp und im Krankenhaus anfällt. "Dazu gehört zu schauen, dass die Technik also Strom und Wasserversorgung problemlos funktioniert", erzählt Schuster. Keine leichte Aufgabe in einem Dritte-Welt-Land.

Sonnencreme, Stirnlampe und Brotgewürz

Und auf welche drei Dinge will die 30-Jährige während ihres Auslandseinsatzes nicht verzichten? "Die Sonnencreme! Die Sonne brennt den ganzen Tag und es wird mit bis zu 45 Grad

verdammt heiß."

Nicht fehlen darf auch eine Stirnlampe, damit man sich, "wenn man mitten in der Nacht aufs Klo muss zurechtfindet", erklärt Schuster schmunzelnd. Es gibt aber auch einen ersten Hintergrund: Man könnte sonst im Finstern auf einen Skorpion treten.

Und, mitnehmen wird Schuster außerdem Brotgewürz. "Am Wochenende will ich so oft wie möglich Brot backen. In Afrika gibt es sehr wenig Abwechslung beim Gebäck. Vor allem das Schwarzbrot wird mir fehlen" , so Schuster.

(cru)

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