Er kam aus dem Nichts

Mega-Blitz in Wien lässt selbst Meteorologen staunen

Schon alleine die Stärke des Blitzes machte den Knall in Wien besonders, doch dieser kam selbst für Meteorologen
Wetter Heute
19.08.2026, 21:52
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Unzählige Wiener wurden Dienstagnacht aus dem Schlaf gerissen oder erschraken derart, dass ihnen das Herz im wahrsten Sinne des Wortes in die Hose rutschte. Ein bis zu 30 Sekunden lang dauerndes Grollen, dessen Höhepunkt ein extremer Knall bildete, der die Wände vibrieren ließ.

Viele glaubten erst an eine gigantische Explosion, denn von einem Gewitter war weit und breit keine Spur. Erst durch das Blitzradar wurde bekannt, dass es sich um einen "wilden Hausrüttler" handelte – einen Blitz, der statt der normalen 10–30 Kiloampere satte 159 in sich hatte.

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Das machte den Blitz so besonders

Der Ort des Einschlags zwischen dem Kurpaark Oberlaa und der Favoritenstraße. Mit 159 kA war es der zweitstärkste Blitz des bisherigen Jahres im Wiener Stadtgebiet, analysiert UBIMET-Meteorologe Michele Salmi für "Heute". Ähnlich starke bzw. noch stärkere Blitzentladungen wurden in Wien am 11. Mai (154 kA) sowie auch am 31. Mai (171 kA) geortet.

Allerdings fanden diese beiden Ereignisse in den Nachmittagsstunden und im Zuge von kräftigen Gewittern statt und kamen daher deutlich weniger überraschend für die Bevölkerung vor. Österreichweit betragen die stärksten Blitzentladungen in den meisten Jahren übrigens 250 bis 350 kA.

Die stärksten Blitze des Dienstags.
UBIMET

Noch besonderer macht dieses Ereignis, dass die dafür verantwortliche Gewitterwolke nicht sehr hochreichend und eher Blitzarm war. Meteorologen hätten sie fast als einen kräftigen, gewittrigen Schauer klassifiziert. Bei der konkreten Wolke dürfte durch eine besondere Durchmischung von Wasser, Hagel und Schnee einfach alles zusammengespielt haben, um eine derart bemerkenswerte Entladung zu erzeugen.

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