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Bundesheer schickt mehr als 1000 Soldaten an Grenze

Knapp 2.000 Soldaten des Bundesheeres stehen aktuell im Einsatz. Mehr als die Hälfte wurde zur Sicherung von Österreichs Staatsgrenzen abgestellt.

Roman Palman
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Milizsoldaten im Einsatz an der Grenze in Bad Radkersburg (Steiermark)
Milizsoldaten im Einsatz an der Grenze in Bad Radkersburg (Steiermark)
picturedesk.com/APA/Erwin Scheriau

Wie das Verteidigungsministerium am heutigen Sonntag in einer Aussendung mitteilt, stehen aktuell exakt 1.910 Soldaten des österreichischen Bundesheeres im Einsatz. Mehr als die Hälfte davon, 1.170 Soldaten, sind innerhalb der eigenen Landesgrenzen tätig. Im Rahmen von insgesamt 17 Missionen sind 740 weitere Soldaten im Ausland stationiert.

Mit insgesamt 1.020 Uniformierten stellt in Österreich der sicherheitspolizeiliche Assistenzeinsatz derzeit den größten Personalaufwand für das Bundesheer dar. Die Soldaten sollen die Überwachung der Staatsgrenze in den Bundesländern Burgenland, Steiermark, Kärnten und Tirol unterstützen und sicherstellen.

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    Milizsoldaten an der Grenze in Bad Radkersburg am 20. Mai 2020
    Milizsoldaten an der Grenze in Bad Radkersburg am 20. Mai 2020
    picturedesk.com/APA/Erwin Scheriau

    Allerdings müssen nicht alle von ihnen entlang der grünen Grenze Wache halten: 150 von ihnen sind als Unterstützung den Gesundheitsbehörden des Burgenlands, der Steiermark, Kärntens sowie Ober- und Niederösterreichs zugeteilt. Sechs weitere Soldaten befinden sich in Wien im Innendienst in einem Callcenter des Außenministeriums (BMEIA).

    "Breites Aufgabenspektrum"

    "Die Einsatzübersicht des Bundesheeres zeigt, wie viele Soldatinnen und Soldaten rund um die Uhr für Österreich und zum Schutz der Bevölkerung im Einsatz stehen – und wie breit ihr Aufgabenspektrum im In- und Ausland ist", so Verteidigungsministerin Klaudia Tanner.

    ÖVP-Verteidigungsministerin Klaudia Tanner
    ÖVP-Verteidigungsministerin Klaudia Tanner
    picturedesk.com

    So hätten etwa Bundesheer-Pioniere vor ein paar Tagen in Villach geholfen, das Abdriften einer Multimediabühne zu verhindern. Auch der Entminungsdienst hatte mit 28 Einsätzen genug zu tun: dabei wurden in Summe rund 220 Kilo an Kriegsmaterial entschärft und abgeholt. Bei den Kriegsrelikten handelt es sich um Granaten, Patronen, Handgranaten, Bomben und Minen.

    Und auch in Folge der verheerenden Explosion in Beirut ist ein Bundesheer-Offizier im Einsatz. Hauptmann Gernot Hirschmugl koordiniert seit Freitag im Rahmen der Vereinten Nationen (UNDAC) die multinationalen Hilfskräfte im Libanon.

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      Eine gewaltige Explosion im Hafen von Beirut richtete weitreichende Zerstörung an. (4. August 2020)
      Eine gewaltige Explosion im Hafen von Beirut richtete weitreichende Zerstörung an. (4. August 2020)
      picturedesk.com/AFP