Im Zeitalter von Cloud-Diensten, Homeoffice und Streaming ist ein stabiles Internet wichtiger denn je. Umso beunruhigender: Die Zahl der globalen Netzausfälle ist zuletzt angestiegen.
In der Woche vom 20. bis 26. April wurden weltweit 264 Ausfälle registriert – das sind zehn Prozent mehr als in der Vorwoche. Besonders stark betroffen waren die Internetdienstleister (ISPs) mit einem Plus von 38 Prozent auf 145 Störungen.
Das zeigt der wöchentliche Report des Netzwerk-Monitoring-Dienstes ThousandEyes, wie computerwoche.de berichtet. Die Cisco-Tochter überwacht laufend die Performance von Internet- und Cloud-Anbietern weltweit.
Zu den größeren Vorfällen zählte ein 14-minütiger Ausfall bei Liberty Global am 24. April. Der Internetanbieter mit Sitz in den Niederlanden hatte Probleme an Knotenpunkten in Amsterdam und Washington. Kunden in den Niederlanden, Großbritannien und den USA waren betroffen.
Am 25. April erwischte es den US-Netzbetreiber Zayo Group. Der 29-minütige Ausfall betraf Kunden in zahlreichen Ländern, darunter Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Spanien.
Auch Österreich blieb nicht verschont: Am 16. April kam es beim Hosting-Anbieter Teraswitch zu einem kurzen Ausfall. Die Störung betraf neben Österreich auch Deutschland und die Vereinigten Arabischen Emirate. Allerdings dauerte der Ausfall nur rund zwei Minuten.
Immerhin: In der EMEA-Region (Europa, Naher Osten und Afrika) gab es einen Lichtblick. Hier sank die Zahl der Ausfälle im Vergleich zur Vorwoche um 15 Prozent auf 35 Störungen. Bei den Cloud-Anbietern wurde sogar ein Rückgang von 44 Prozent verzeichnet.