Handynetz im Wandel

Österreich stellt auf 5G um – das ändert sich dadurch

Mehr Tempo, weniger Verzögerung: Der 5G-Ausbau verändert Österreichs mobiles Internet deutlich und treibt die Datenraten nach oben.
Digital  Heute
22.04.2026, 16:57
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Zwischen 2021 und 2025 hat sich Österreichs mobiles Internet deutlich weiterentwickelt. Vor allem der Ausbau von 5G sorgt dafür, dass Nutzer schneller surfen und Inhalte stabiler abrufen können als noch vor wenigen Jahren. Gleichzeitig zeigt sich 2025 erstmals eine Phase der Umstellung, die mit der schrittweisen Einführung einer neuen 5G-Variante zusammenhängt. Die Daten zeigen klar nach oben: Die durchschnittliche Download-Geschwindigkeit ist laut aktuellen nPerf-Messungen von 138 Mb/s im Jahr 2021 auf 204 Mb/s im Jahr 2025 gestiegen.

Das entspricht einem Plus von rund 48 Prozent. Auch die Reaktionszeit der Netze hat sich verbessert. Die sogenannte Latenz sank im selben Zeitraum von 29,4 Millisekunden auf 25,75 Millisekunden. Für Nutzer bedeutet das vor allem: Webseiten laden schneller, Videos starten direkter und Anwendungen reagieren flotter. Besonders dynamisch war die Entwicklung zwischen 2023 und 2024. In diesem Zeitraum sprang die durchschnittliche Download-Geschwindigkeit von 130 Mb/s auf 209 Mb/s.

Hohe Investitionen der Mobilfunkanbieter

Auch beim Upload ging es nach oben, von 24 auf 35,5 Mb/s. Damit lassen sich große Dateien schneller verschicken oder Videoanrufe stabiler führen. Möglich wurde das laut Einschätzungen unter anderem durch hohe Investitionen der Mobilfunkanbieter A1, Magenta und Hutchison Drei, die ihre Netze seit Jahren laufend modernisieren. Parallel dazu hat sich die 5G-Abdeckung stark ausgeweitet. Laut der Regulierungsbehörde RTR wurden Ende 2024 rund 80 Prozent der Bevölkerung erreicht.

Auch die Reaktionszeit im Netz hat sich verbessert. Zwischen 2021 und 2025 ging sie von 29,4 auf 25,75 Millisekunden zurück. Das macht sich besonders bei Anwendungen wie Online-Spielen oder Videokonferenzen bemerkbar, wo jede Verzögerung spürbar sein kann. Gleichzeitig zeigen Auswertungen, dass sich auch das allgemeine Surferlebnis und Streaming zwischen 2021 und 2024 messbar verbessert haben. Im Jahr 2025 zeigt sich allerdings ein leichter Knick in der Entwicklung.

Zunehmende Einführung von 5G Standalone

Die durchschnittlichen Download- und Upload-Werte gingen im Vergleich zum Vorjahr leicht zurück, um etwa 5 Mb/s beim Download und 4,5 Mb/s beim Upload. Fachleute sehen darin keine echte Verschlechterung, sondern eine Übergangsphase. Grund dafür ist die zunehmende Einführung von 5G Standalone, also einer weiterentwickelten Netzarchitektur, die noch im Ausbau ist und sich technisch erst einpendeln muss. Parallel dazu verändert sich auch die Nutzung selbst.

Der Anteil der 5G-Messungen stieg von 18,60 Prozent im Jahr 2021 auf 46,64 Prozent im Jahr 2025. Innerhalb dieser 5G-Nutzung nahm der Anteil der Standalone-Verbindungen von 5,77 Prozent im Jahr 2024 auf 17,09 Prozent im Jahr 2025 zu. Diese Umstellung bringt zwar langfristig Vorteile, kann kurzfristig aber zu Schwankungen führen. Im internationalen Vergleich zeigt sich Österreich laut nPerf im Mobilfunk stark. Während die Schweiz im Festnetz oft höhere Werte erreicht, dreht sich das Bild im Mobilbereich teilweise um.

2 Milliarden Euro für den Ausbau von 5G

Österreich kommt im Schnitt auf 204 Mb/s Download, die Schweiz auf 142 Mb/s. Beim Upload liegt Österreich bei 31 Mb/s, die Schweiz bei 28,5 Mb/s. Auch bei der Reaktionszeit liegt Österreich mit 25,75 Millisekunden vor der Schweiz mit 28,04 Millisekunden.
 Für Nutzer bedeutet das im Alltag spürbare Veränderungen. Streaming in hoher Auflösung läuft stabiler, Videokonferenzen wirken natürlicher und ohne große Verzögerungen, und auch einfache Anwendungen wie das Laden von Webseiten funktionieren deutlich schneller.

Gleichzeitig war 2025 ein Jahr der Anpassung, in dem sich die neue Netzgeneration erst vollständig etabliert hat. Seit 2020 haben die österreichischen Betreiber laut Telekom Austria Group rund 2 Milliarden Euro in den Ausbau von 5G investiert. Dieser langfristige Umbau des Netzes ist damit noch nicht abgeschlossen, sondern entwickelt sich Schritt für Schritt weiter – mit spürbaren Effekten für Millionen Nutzer im ganzen Land.

{title && {title} } red, {title && {title} } 22.04.2026, 16:57
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