Das eigene WLAN endet für viele Haushalte nicht dort, wo die Wohnzimmertür schließt. Immer mehr Geräte im Alltag brauchen auch draußen eine stabile Verbindung. Dazu zählen etwa smarte Autos mit Software-Updates, Wallboxen für das E-Auto, Sicherheitskameras oder auch Gartenhelfer wie Mähroboter. Genau hier entstehen in vielen Häusern aber oft die Probleme: Das Signal kommt draußen nur schwach an oder bricht ganz ab.
Wie der Netzwerk-Anbieter Devolo erklärt, liegt das häufig an der Bauweise von Häusern. Dicke Wände, Kellerstandorte des Routers oder große Distanzen können das WLAN stark schwächen. Besonders die Garage wird oft zum kritischen Punkt, obwohl sie technisch gut geeignet wäre, weil dort meist Strom vorhanden und sie wettergeschützt ist. In der Praxis scheitert die Verbindung häufig, da das Router-Signal aus dem Haus schlicht nicht bis zur Garage reicht.
Auch ein klassisches LAN-Kabel sei zwar eine stabile Lösung, werde aber oft als aufwendig oder teuer empfunden, heißt es. Als Alternative verweist Devolo auf sogenannte Powerline-Systeme. Dabei wird das vorhandene Stromnetz im Haus zur Datenübertragung genutzt. Ein Adapter wird nahe dem Router in eine Steckdose gesteckt und per Kabel verbunden. Weitere Adapter können dann in anderen Räumen oder in der Garage eingesetzt werden.
So wird jede Steckdose im Prinzip zu einem möglichen Netzanschluss oder WLAN-Punkt. Die Technik soll besonders dort helfen, wo herkömmliches WLAN an seine Grenzen kommt, etwa durch dicke Wände oder mehrere Etagen. Parallel dazu werden auch WLAN-Repeater als Lösung beschrieben. Sie sollen das bestehende Signal weitertragen und damit die Reichweite erhöhen. Allerdings hängt ihre Leistung davon ab, wie gut das ursprüngliche Signal bereits ist.
Wenn dieses schon am Hausausgang schwach ist, müsse der Repeater näher am Router positioniert werden, um sinnvoll zu arbeiten. Für beide Varianten bietet Devolo verschiedene Geräte an. Für den Einstieg werden etwa Powerline-Startersets wie das Magic 1 LAN um 109,90 Euro oder das Magic 1 WiFi mini um 129,90 Euro genannt. Für höhere Ansprüche gibt es etwa das Magic 2 WiFi 6 next Starter Kit um 269,90 Euro.
Bei Repeatern werden unter anderem ein Modell um 104,90 Euro sowie eine günstigere Variante um 64,90 Euro genannt. In einem weiteren Hinweis zum Thema Garten-WLAN wird beschrieben, dass auch dort die Nachfrage nach stabilen Verbindungen steigt. Streaming im Freien, smarte Beleuchtung oder Geräte wie Pool- und Mähroboter gehören mittlerweile für viele zum Alltag. Auch hier gilt: Der Router allein schafft es oft nicht, alles abzudecken.
Für größere Flächen kommen laut Hersteller ebenfalls Powerline-Lösungen oder Repeater zum Einsatz. Zusätzlich wird auf Mesh-Netzwerke hingewiesen, bei denen mehrere Geräte gemeinsam ein durchgehendes WLAN bilden sollen. Diese Systeme lassen sich über eine App einrichten und verwalten, was die Installation vereinfachen soll. Auch neuere Standards wie WLAN 7 werden angesprochen. Hier werden Kits genannt, die mehrere Geräte kombinieren.
Wichtig ist laut den Hinweisen auch die Platzierung der Geräte. Repeater sollten möglichst auf halber Strecke zwischen Router und Zielbereich stehen. Powerline-Adapter wiederum sollten in Steckdosen eingesetzt werden, die nicht durch Mehrfachsteckdosen oder Störungen beeinträchtigt sind. Unterm Strich zeigt sich laut den technischen Erklärungen: Für stabiles WLAN im Außenbereich gibt es nicht die eine Lösung. Aber eine Menge an Möglichkeiten.