Der Sicherheitsanbieter Arlo erweitert seine Smartphone-App um eine Funktion, die im Ernstfall entscheidend sein kann. Ab dem 30. März 2026 steht Nutzerinnen und Nutzern eine integrierte Notfall-SOS-Taste zur Verfügung. Sie ist Teil des sogenannten "Early Warning"-Systems und soll den direkten Kontakt zu lokalen Notdiensten ermöglichen, ohne Umwege und ohne langes Suchen. Im Zentrum steht die Idee, schneller reagieren zu können, wenn eine potenzielle Gefahr auf einer der Arlo-Sicherheitskameras erkannt wird.
Die neue Funktion kann direkt über die App genutzt werden, aber auch über den Sperrbildschirm des Smartphones. Das bedeutet: Selbst wenn das Handy gesperrt ist, lässt sich mit wenigen Handgriffen Hilfe holen. Gerade in stressigen Situationen kann das einen Unterschied machen. Arlo setzt dabei auf ein Zusammenspiel aus automatischer Erkennung und unmittelbarer Reaktion. Schon bisher konnte das System laut Hersteller Personen, Fahrzeuge, Tiere oder Pakete identifizieren.
Neu ist, dass Nutzerinnen und Nutzer nun nicht nur gewarnt werden, sondern sofort aktiv werden können. Sobald eine verdächtige Bewegung registriert wird, kommt eine Benachrichtigung aufs Handy. Von dort aus lässt sich ein Live-Video öffnen, eine Sirene auslösen oder über die Kamera sprechen. Mit der SOS-Taste geht der Schritt noch weiter. Ein Notruf kann direkt ausgelöst werden, ohne erst eine andere App öffnen zu müssen. Laut Arlo ist das System damit das erste seiner Art in Europa, das einen solchen Zugriff auf lokale Notdienste über das Smartphone bietet.
Adrienne Sharkey-Perves, Geschäftsführerin von Arlo Europe: "Aus unserer Erfahrung bei Verisure wissen wir, dass Sekunden im Notfall entscheidend sind", sagt sie. Das bestehende Frühwarnsystem habe bereits geholfen, Bedrohungen früh zu erkennen. Mit der neuen Funktion könne man nun auch sofort handeln und Hilfe anfordern. Neben der SOS-Funktion bleibt das System bei seinen bisherigen Möglichkeiten. Nutzer können bekannte Gesichter oder Fahrzeuge speichern, um gezieltere Benachrichtigungen zu erhalten.
Auch individuelle Szenarien lassen sich definieren, etwa wenn ein Garagentor offen steht oder sich ungewöhnliche Bewegungen im Garten zeigen. Zusätzlich bietet Arlo weiterhin einen Cloud-Speicher für Videoaufnahmen mit einer Dauer von 30 Tagen. Die neue Funktion ist allerdings an ein kostenpflichtiges Abo gebunden. Verfügbar wird sie ausschließlich im Rahmen der "Secure Pro"-Mitgliedschaft sein. Wer den erweiterten Schutz nutzen möchte, muss also zahlen oder ist bereits bisher Nutzer des kostenpflichtigen Abo-Modells.