"Trampolinfraktur"

Trampolinspringen: Arzt warnt vor gefährlichen Unfällen

Immer mehr Kinder verletzen sich beim Trampolinspringen – vor allem in Indoor-Hallen steigen die Zahlen und die Schwere der Unfälle deutlich.
Heute Life
27.07.2026, 14:44
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In den Notfallambulanzen in Vorarlberg fällt ein klarer Trend auf: Die meisten Unfälle mit dem Trampolin passieren zwar noch immer im Sommer, also von Mai bis September. Doch inzwischen verzeichnen die Spitäler auch im Herbst und Winter immer mehr Verletzungen durch das Hüpfen am Trampolin. Grund dafür ist, dass Indoor-Trampolinhallen immer beliebter werden, sagt René El Attal, Primar der Abteilung Orthopädie und Unfallchirurgie im Landeskrankenhaus Feldkirch und Bludenz. Wie orf.at berichtet, nehmen die Verletzungen damit auch außerhalb der klassischen Trampolin-Saison zu.

Die häufigsten Ursachen für teils schwere Verletzungen sind Zusammenstöße, falsche Landungen bei Kunststücken oder Salti, Stürze auf den Trampolinrahmen oder sogar vom Gerät selbst. Auch Erschöpfung mit nachlassender Koordination kann zu Verletzungen führen, erklärt El Attal auf Anfrage des ORF.

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Vor allem bei Kindern sind Knochenbrüche, Muskelzerrungen, Weichteilverletzungen wie an Haut, Muskeln, Sehnen, Bändern und Blutgefäßen, Prellungen und das Ausrenken der Kniescheibe häufig. Es gibt auch die sogenannte "Trampolinfraktur" – ein Bruch, der durch das Eindrücken von Knochen entsteht. Zusätzlich kann eine Überstreckung im Knie vorkommen. Schwerwiegende, aber seltenere Folgen sind Schädel-Hirn-Traumata und Verletzungen der Halswirbelsäule. Die Verletzungen in Trampolinhallen sind laut El Attal oft schwerer als bei Trampolinen daheim und müssen öfter operiert werden.

Ein absolutes No-Go

Am meisten betroffen sind Kinder unter 16 Jahren. Die Erfahrung zeigt, dass sich Buben öfter beim Trampolinspringen verletzen. Mädchen müssen hingegen häufiger stationär aufgenommen werden – ihre Verletzungen sind also meistens schwerer, so der Experte.

Erwachsene und Kinder sollen nie gleichzeitig auf einem Trampolin springen. Aufgrund des großen Gewichtsunterschieds kann es zu einem Katapult-Effekt kommen. Das führt oft zu schweren Verletzungen wie Wirbelsäulenverletzungen oder Knochenbrüchen.

Wenn das Sprungtuch die schwerere Person nach oben katapultiert, während das leichtere Kind nach unten springt, trifft das Tuch mit viel Kraft auf die Füße des Kindes. Das kann typische Stauchungsbrüche am Schienbeinkopf verursachen, so El Attal.

Kein Trampolinspringen für Kleinkinder

Kopfsprünge oder Salti ohne professionelle Anleitung sind strikt zu vermeiden. Für Kinder unter sechs Jahren gilt laut dem Orthopäden und Unfallchirurgen die klare Empfehlung: kein Trampolinspringen. Das Knochenwachstum ist noch nicht abgeschlossen und die Motorik noch nicht ausgereift. Um Verletzungen zu verhindern, sollte immer nur eine Person auf dem Trampolin hüpfen. Sicherheitsnetz und Rahmenpolsterung sind laut El Attal ein Muss.

Wichtig ist außerdem, dass Erwachsene aktiv aufpassen. Das passiert aber oft nicht, weil das Verletzungsrisiko am Trampolin von Kindern, Jugendlichen und auch Erwachsenen unterschätzt wird.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 27.07.2026, 14:48, 27.07.2026, 14:44