Life

Mehrere Airlines verschärfen Sicherheitsvorschriften

Heute Redaktion
14.09.2021, 14:31

Nach dem offenbar absichtlich herbeigeführten Germanwings-Absturz haben Easyjet und mehrere weitere Fluglinien ihre Sicherheitsvorschriften geändert. Die britische Billigfluggesellschaft Easyjet erklärte am Donnerstag in London, dass die neuen Vorschriften "ab morgen" gelten würden. Ähnliche Vorkehrungen trafen die Airlines Air Berlin, Norwegian Air Shuttle und Icelandair.

Nach dem offenbar absichtlich herbeigeführten Germanwings-Absturz haben Easyjet und mehrere weitere Fluglinien ihre Sicherheitsvorschriften geändert. Die britische Billigfluggesellschaft Easyjet machte am Donnerstag den Anfang und erklärte, dass die neuen Vorschriften "ab Freitag" gelten würden. Ähnliche Vorkehrungen trafen die Airlines Air Berlin, Norwegian Air Shuttle und Icelandair. Am Freitag zog auch die Austro Control nach.
Die Austro Control hat im Auftrag des Verkehrsministerium eine Betriebstüchtigkeitsverlautbarung erstellt, die ab sofort ein Vier-Augen-Prinzip im Cockpit österreichischer Airlines vorsieht. Die Regelung wurde als Folge des Germanwings-Absturzes vereinbart und gilt ab Freitag.

Für Norwegian Air Shuttle erklärte am Donnerstag ein Unternehmensvertreter, künftig müsse das Cockpit immer von mindestens zwei Menschen besetzt sein. "Es kann das Cockpit nur verlassen werden, wenn noch zwei Menschen darin bleiben", sagte Thomas Hesthammer. Die Airline ist die drittgrößte europäische Billigfluglinie nach Ryanair und Easyjet.

Auch der Lufthansa-Partner Air Canada geht ähnlich vor.

Im Cockpit immer Zweierbesetzung

Eine solche Änderung der Vorschriften sei schon länger im Gespräch gewesen, sagte Hesthammer. Die Erkenntnisse der Ermittler zu dem Germanwings-Absturz in den französischen Alpen "haben die Dinge beschleunigt". Nun müsse noch die norwegische Luftfahrtbehörde zustimmen. "Ich gehe davon aus, dass die neue Vorschrift ab morgen gilt."

Ein Icelandair-Sprecher sagte, die Vorschriften würden angesichts der Informationen über den Absturz der Gemanwings-Maschine in Frankreich geändert. Die kanadische Fluggesellschaft Air Transat teilte mit, sie werde die schon bisher geübte Praxis beibehalten, dass im Cockpit immer eine Zweierbesetzung anwesend sein müsse. Verließen der Pilot oder der Co-Pilot ihren Platz, müsse dieser zwingend vom Kabinenchef besetzt werden.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen