Mit gleich zwei wegweisenden Neuerungen erweitert die ÖAMTC-Flugrettung ihre Möglichkeiten zur Patientenversorgung im Tiroler Unterland. Im Zentrum steht laut Aussendung dabei Christophorus 4, der künftig mit verlängerten Dienstzeiten und mit einer Rettungswinde im Einsatz sein wird. "Diese Maßnahmen machen uns noch flexibler, insbesondere, was Einsätze in den Abendstunden und Rettungen aus alpinem Gelände betrifft", betont Marco Trefanitz, Geschäftsführer der ÖAMTC-Flugrettung.
"Hier hilft uns das Know-how, das wir aus ähnlichen Projekten gewonnen haben und das wir nun auch in Tirol gezielt einsetzen. Damit können wir unseren Aufgaben noch umfassender und besser in der Region nachkommen."
Mit Beginn der Sommersaison startet in Reith bei Kitzbühel zunächst der verlängerte Dienstbetrieb von Christophorus 4. Bislang endet die reguläre Einsatzbereitschaft mit dem Sonnenuntergang – und somit insbesondere in den Herbst- und Wintermonaten bereits am späten Nachmittag. Künftig kann der Notarzthubschrauber nun bis 21:30 Uhr seitens der Landesleitstelle disponiert werden.
Darüber hinaus steht der Helikopter speziell in den Abendstunden auch in Osttirol sowie im Süden Salzburgs zur Verfügung und verbessert auch dort die Versorgungsdichte. "Gerade in einem alpinen Bundesland wie Tirol ist es entscheidend, auch bei Dunkelheit rasch Hilfe aus der Luft leisten zu können – eine optimale Ergänzung zur bestehenden Notfallversorgung in der gesamten Region", unterstreicht Trefanitz.
Im nächsten großen Schritt wird Christophorus 4 im Herbst 2026 mit einer hochmodernen Rettungswinde ausgestattet. Damit wird das Spektrum noch einmal erweitert: Einsätze, die bislang an regulatorische Grenzen gestoßen sind, können künftig schnell und sicher abgewickelt werden.
"Die Rettungswinde ist ein wesentlicher Baustein für die Weiterentwicklung unserer alpinen Einsatzkompetenz – das haben sowohl unser Pilotprojekt am Christophorus 14 in der Steiermark als auch unser Einsatz bei den olympischen Spielen in Bormio gezeigt", so Trefanitz.
In den kommenden Wochen werden sich die Crews in Reith intensiv auf den Windenbetrieb vorbereiten. In umfangreichen Trainings unter realitätsnahen Bedingungen wird der Einsatz mit der neuen Technik perfektioniert. Ziel ist die sichere Integration der neuen Technik in den bestehenden Flugbetrieb.