Mel Gibson hat sich wieder einmal Ärger eingehandelt. Bei einem Fan-Event in Toronto stand der Schauspieler hinter einer Gebärdensprachdolmetscherin – und begann plötzlich, ihre Gesten mit bedeutungslosen Handbewegungen nachzuahmen. Ein Video der Szene verbreitete sich rasch im Netz. Viele Nutzer reagierten empört.
Inzwischen hat sich der 70-Jährige entschuldigt. Gegenüber der "New York Times" bezeichnete er sein Verhalten als "gedankenlose Dummheit". Seine Erklärung: "Manchmal, wenn man auf eine Bühne ins Rampenlicht gedrängt wird, sind die Gedanken ganz woanders." Wo genau sie in diesem Moment waren, verriet Gibson nicht.
Es ist nicht das erste Mal, dass der Hollywoodstar mit seinem Verhalten für Kritik sorgt. In der Vergangenheit fiel er unter anderem mit homophoben, antisemitischen und fremdenfeindlichen Äußerungen auf. Auch rund um die Waldbrände in Südkalifornien verbreitete er Verschwörungstheorien.
Zuletzt sorgte Gibson auch mit seinen politischen Verbindungen für Schlagzeilen. US-Präsident Donald Trump ernannte ihn gemeinsam mit Jon Voight und Sylvester Stallone zu seinen "Sonderbotschaftern" in Hollywood.
Für Aufsehen sorgte zudem, dass Gibson sein Waffenbesitzrecht vom US-Justizministerium zurückerhielt. Dieses war ihm nach einer Verurteilung wegen Körperverletzung an seiner damaligen Freundin entzogen worden.
Bei der Fan Expo sollte es eigentlich um Gibsons Filmkarriere gehen. Er sprach über "Mad Max" und "Braveheart", verkaufte Autogramme und bot Fotosessions an. Kostenpunkt für ein gemeinsames Bild: stolze 275 Dollar.
Für die größten Schlagzeilen sorgte am Ende allerdings ein Moment, den Gibson wohl lieber ungeschehen machen würde.