Der tragische Vorfall ereignete sich im brasilianischen São Pedro. Bei dem Wettbewerb ging es darum, so schnell wie möglich ein Stück Wassermelone von einem niedrigen Tisch zu essen – und das ganz ohne Hände. Wie 20min.ch berichtet, erstickte der 37-jährige Vierfach-Papa Carlos Cerasomma an einem Stück Melone. Seine Frau erhebt nun schwere Vorwürfe gegen die Betreiber.
Als Belohnung für den Sieger hätte es lediglich eine Portion Pommes gegeben. Das Ziel des Wettessens war laut "Daily Mail", möglichst flott zu essen, ohne die Hände einzusetzen.
Ein Augenzeuge erzählte dem Sender Globo, dass das Personal zunächst verzweifelt nach jemandem gesucht habe, der das Heimlich-Manöver beherrscht. Ganze 25 Minuten dauerte es, bis die Rettungskräfte eintrafen. Doch für den Familienvater kam jede Hilfe zu spät – im Spital konnte nur noch sein Tod festgestellt werden.
Die Ehefrau Kimberly Santos ist überzeugt: Der Tisch sei für ihren 1,80 Meter großen Mann viel zu niedrig gewesen. Das könnte laut ihr mit ein Grund gewesen sein, warum Carlos erstickte. Sie wirft dem Resort grobe Fahrlässigkeit vor. Weder die Mitarbeiter noch der Bademeister hätten gewusst, wie sie im Notfall helfen sollen.
Erste Hilfe leistete schließlich ein Gast, nicht das Personal. Eine später eingetroffene Krankenschwester habe laut Santos keine lebensrettenden Maßnahmen ergriffen. Sie will das Resort jetzt klagen.
Nach den ersten Medienberichten wurde die Witwe in sozialen Medien angefeindet. Einige Nutzer machten sich sogar darüber lustig, dass als Hauptpreis nur Pommes geboten wurden. Kimberly Santos betont: Ihr Mann habe aus Spaß am Wettessen teilgenommen, nicht wegen des Preises. Zurück bleiben vier Kinder – das jüngste ist erst vier Monate alt. Seine Frau beschreibt Carlos als lebenslustigen, fröhlichen Menschen.
Das Resort ließ auf Anfrage von Globo wissen, man bedauere den Tod von Carlos Cerasomma zutiefst und spreche den Angehörigen das Beileid aus. Laut Resort hätten geschulte Kräfte sofort Erste Hilfe geleistet und die Rettung alarmiert. Auf weitere Fragen zum Ablauf und zur Reaktionszeit wollten die Betreiber nicht eingehen.