Mond-Mission in Gefahr: Strahlung zu hoch für Menschen

Die hohe Strahlenbelastung auf dem Erdtrabanten könnte die weitere Erforschung und geplante Missionen erschweren.
Die hohe Strahlenbelastung auf dem Erdtrabanten könnte die weitere Erforschung und geplante Missionen erschweren.
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Bald sollen wieder Astronauten auf dem Mond stehen. Doch wie gefährlich ist die Strahlenbelastung auf dem Erdtrabanten?

Bis 2024 möchte die NASA die erste Frau zum Mond schicken. Doch künftige Missionen zum Erdtrabanten könnten riskant sein.

Im Jahr 2019 wurde dort die erste genauere Strahlenmessung durchgeführt. Diese wurde nun von Wissenschaftlern der Universität Kiel ausgewertet und die Ergebnisse im Science Advances-Magazin veröffentlicht.

Ist eine permanente Basis auf dem Mond realistisch?

Nach der Analyse der Messungen der Sonde LND auf der Mondoberfläche, die von Forschern um Robert Wimmer-Schweingruber unternommen wurden, steht fest: Die Strahlenbelastung ist deutlich höher als angenommen. Auf dem Mond ist sie 200 Mal höher als auf der Erdoberfläche. Der Jahresgrenzwert für Menschen wird dort an nur einem Tag erreicht.

Deswegen sollten Astronauten dort nicht länger als zwei Monate bleiben. Diese Erkenntnis könnte zukünftige Missionen gefährden beziehungsweise einschränken.

Strahlung ist eine der größten Gefahren für den Menschen im Weltall. Sie kann in das menschliche Gewebe eindringen und die DNA schädigen. Dank des Magnetfelds der Erde wird diese kosmische Strahlung abgelenkt und absorbiert.

Die NASA plant eine permanente Basis fernab der schützenden Erdatmosphäre aufzubauen. Während der Apollo-Missionen in den 1960er- und 70er-Jahren verbrachten die Astronauten lediglich wenige Tage am Mond. Damals sammelte man noch keine Daten zur Strahlenbelastung.

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