Menschliches Gehirn steuert Essverhalten

Welche Rolle spielt unser Gehirn beim Essen und: Welche Aktivitäten im Gehirn entscheiden über den Zeitpunkt, die Menge und die Beschaffenheit unserer Nahrungsaufnahme? Mit diesen Fragen hat sich das Symposium der Initiative Gehirnforschung Steiermark nun auseinandergesetzt und dabei interessante Erkenntnisse gewonnen.

Die zentrale Frage im Rahmen der wissenschaftlichen Auseinandersetzung des Forschungsinstitutes war, welche Rolle das Gehirn dabei spielt, ob jemand dick oder dünn ist.

Nachweisbar ist dem Forscherteam zufolge, dass es im Gehirn von übergewichtigen Menschen Veränderungen der Hirnaktivität gibt.

Peter Holzer, Vorsitzender der Intiative Gehirnforschung Steiermark, zu den Ergebnissen: "Man kann zum Beispiel ganz einfache Versuche machen, indem man normalgewichtigen und fettleibigen Personen Bilder von verschiedenen Speisen zeigt und sieht, dass dabei die Aktivierung verschiedener Hirnareale anders abläuft."

Ein wissenschaftliches Team der Universität Lübeck veröffentlichte sogar die These, dass bei Übergewichtigen im Gehirn ein Energiemangelzustand herrscht. 

Kerstin Oltmanns von der Uniklinik für Psychatrie in Lübeck: "Wenn ein Dauerzustand von zu wenig Energie vorhanden ist, sind diese Appetitzentren im Gehirn daueraktiviert, das Individuum isst und isst und spürt niemals ein Sättigungsgefühl und dementsprechend entsteht auch Übergewicht. Und solange diese Störung nicht behoben ist, wird das Übergewicht auch immer weiter steigen."

Nun gilt es die Forschungserkenntnisse im Kampf gegen die Volkskrankheit Adipositas zu nutzen und das Wissen über die Zusammenhänge zwischen Ernährung, Übergewicht und Gehirn so umzusetzen, dass Übergewichtigen künftig effizienter und schneller geholfen werden kann.

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