Verstappen-Mentor Helmut Marko spricht Klartext! Für Max Verstappen liefen die ersten Rennen der F1-Saison alles andere als nach Plan. Der vierfache Weltmeister fährt nur hinterher, lässt Woche für Woche bei jeder Gelegenheit seinen Frust über die neuen Regeln und Motoren raus. Sein enger Vertrauter Helmut Marko erklärt nun die brisante Lage um den Niederländer – und liefert tiefe Einblicke in dessen Gedankenwelt.
Für Marko ist klar: Die Zweifel seines Schützlings haben einen konkreten Auslöser. "Es ist zu kompliziert und die Software spielt eine zu dominante Rolle. Ob man das in einer Saison korrigieren kann, weiß ich nicht. Es muss etwas geschehen und das fahrerische Können muss wieder in den Vordergrund", beschreibt er die Probleme mit dem neuen Reglement.
Entscheidend: Nicht fehlende Konkurrenzfähigkeit drückt auf Verstappens Laune. Laut Marko leidet der Niederländer schlicht daran, dass der Spaß verloren gegangen ist.
Das große Problem von Red Bull hat der "Dokotor" ebenfalls ausfindig gemacht. "Auf Chassis-Seite ist der Rückstand doch beachtlich", schildert Marko, und weist aber dann auf die große Stärke des österreichischen Rennstalls hin. "Aber Red Bull hat eine Tradition, solche Sachen noch zu drehen", so der ehemalige Motorsport-Berater.
Der 82-Jährige richtet deshalb einen deutlichen Appell an die Regelhüter. "Die Stimmung bei den Fahrern ist negativ. Man muss jetzt nachbessern und die FIA wird hoffentlich alles daran setzen, um den Batterie-Anteil zu reduzieren und mehr auf den Verbrennungsmotor zu setzen."
Die unfreiwillige Pause nach den abgesagten Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien könnte laut Marko sogar helfen. "Es gibt jetzt Daten und jeder weiß, wo die Stärken und wenn man nicht Mercedes ist, wo die Schwächen liegen. Es wird versucht, diese zu korrigieren. Das Cost-Cap macht solche Änderungen aber nicht einfach."