Merkur und Billa feiern Fusion mit Preis-Neuerungen

Eine Ex-Merkur-Filiale im neuen Billa-Plus-Look.
Eine Ex-Merkur-Filiale im neuen Billa-Plus-Look.Johann Schwarz / SEPA.Media / picturedesk.com
Merkur wird jetzt zu Billa Plus, gemeinsam wird gefeiert. "Heute" zeigt, was für Kunden alles neu wird und wie die Umstellung vonstatten geht.

1Design

Der Wechsel von Merkur zu Billa Plus geht nun zackig über die Bühne: Im Eiltempo werden an den alten Merkur-Filialen die Logos und Schriftzüge abmontiert – und mit fabriksfrischen Billa Plus Schildern getauscht. Auch die Webseite merkurmarkt.at macht die Designänderung mit und leitet nun direkt auf billa.at um. Einzig bestehen bleiben sollen vorerst die Merkur-Shops in den Tankstellen, die mit "Merkur inside" betitelt sind.

144 Märkte wurden in wenigen Tagen auf Billa Plus umgestellt. "In einem Kraftakt unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Partner wurden rund 700 Werbeschilder getauscht, 40.000 Einkaufswagen adaptiert, neue Arbeitskleidung und Namensschilder für 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgegeben und vor allem: mehr als 10 Millionen Preisschilder in allen BILLA- und BILLA-PLUS-Märkten ausgetauscht – in Handarbeit!", so das Unternehmen.

2Aktionsstart

Auch sofort soll es eine der größten Rabattaktionen in der Geschichte der beiden Ketten geben. Zur Eröffnung werden über 2.000 Produkte preisgesenkt sein. Mit entsprechenden Rabattmarkerln, die schon vor dem Wochenende verteilt wurden, spart man sogar noch mehr. Außerdem wird es jeweils "Extremwochen" geben, an denen jeweils verschiedene Produktkategorien massiv preisreduziert werden sollen.

"Ich such‘s mir aus Rabatt" oder "Satte Rabatte" sind Geschichte, die Extremwochen sind jeweils gültig von Donnerstag bis Mittwoch der Folgewoche. Um die zehn beliebten Artikel in einer Warengruppe werden um bis zu 50 Prozent billiger. Die Aktion gilt bei jedem Einkauf und wird automatisch an der Kassa abgezogen. Ein zusätzliches Extrem-Wochenende (gültig Donnerstag bis Samstag) bei Billa Plus bietet noch einmal um die zehn attraktiven Produkte einer zweiten Warengruppe.

3Produktumstellung

Unter der Bezeichnung "bi good", "bi life" und "bi style" wird es in den Billa Plus Märkten natürliche Pflegeprodukte, Strumpfmode, Nahrungsergänzungs- & Medizinprodukte sowie nachhaltige Damenhygiene-Produkte und umweltfreundliche Haushaltsprodukte geben. Außerdem ist ein gegenseitiger Austausch angedacht: Bisherige Merkur- und Billa-exklusive Marken und Eigenprodukte sollen nun in den gemeinsamen Regalen der Märkte stehen.

Auch die Auswahl an regionalen und lokalen Produkten mit bereits jetzt 9.000 Spezialitäten wird weiter ausgebaut. "In den sieben Billa-Vertriebsregionen sorgen unter anderem regionale Einkaufsscouts dafür, dass auch kleine regionale und lokale Lieferanten ihren Platz in den Regalen von Billa und Billa Plus finden", gibt das Unternehmen bekannt. Nach Billa soll zudem auch Billa Plus ab Mai 100 Prozent Frischfleisch aus Österreich anbieten.

4Werbestrategie

Die Kunden werden fleißig auf die neue Marke eingeschworen. Die Rabattaktion nach Ostern wurde bereits vollständig unter der "Billa Plus"-Flagge beworben. Auf den neusten Sujets für die Angebote ab 6. April ist der traditionsreiche Merkur-Schriftzug bereits nicht mehr zu finden. Auch die beigefügten Rabattmarkerl sind schon komplett in türkis-gelber Optik gehalten. Werbeflyer werden ab sofort in zwei Fassungen erscheinen: Billa und Billa Plus.

Der Billa Online Shop wird um die Sortimente von Billa Plus erweitert. Auch die Anzahl der derzeit 600 Click & Collect Standorte wird schrittweise auf alle Billa Plus-Märkte ausgebaut. Dies gilt ebenso für zusätzliche Dienstleistungen wie den Paketservice. Was bleibt sind neben den Tankstellen-Merkurs auch Shop-in-Shop-Lösungen mit Händlern wie Red Zac oder regionalen Spielwarenhändlern.

5Zukunftsausblick

In den Regalen möchte man mehr auf Regionalität setzen. Derzeit seien bereits rund 1.400 regionale Zulieferer und Produzenten unter Vertrag, künftig sollen es noch mehr werden. Auch das Bio-Angebot soll massiv ausgebaut werden. Dazu wird auch gleich eine neue Marke, nämlich "Billa Bio" eingeführt – "Heute" berichtete. Beibehalten werden sollen aber auch Merkur-typische Angebote wie etwa frisch zubereiteter Salat. Das Frische-Angebot werde ausgebaut, hieß es.

"Wir möchten in Zukunft noch näher bei unseren Kundinnen und Kunden sein und erweitern und verbessern bis 2024 unser Filialnetz mit 100 zusätzlichen Standorten. Ziel ist ein maßgeschneidertes Angebot an jedem Standort – für jedes lokale Umfeld und jeden Kunden genau das richtige Sortiment und die richtigen Leistungen. Damit wir die Nr. 1 bei den Kunden werden", sagt Marcel Haraszti, Vorstand REWE International AG.

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