Er machte eine Lehre

Messer-Killer (17) wollte Fleischhauer werden

In St. Peter am Ottersbach tötete ein 17-Jähriger einen Pensionisten und verletzte dessen Frau schwer. Der Geständige sitzt in Haft – das Protokoll.
Christian Tomsits
23.04.2026, 20:28
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Während der mordverdächtige 17-Jährige in der Justizanstalt Graz-Jakomini sitzt, kommen verstörende Details zur Bluttat in der Südoststeiermark zu Tage: In der Nacht auf Mittwoch gegen 2.45 Uhr soll der 17-jährige Fleischerlehrling in ein Einfamilienhaus in St. Peter am Ottersbach eingedrungen sein – mit Messer und Hammer bewaffnet. Den Hammer hatte er dazu verwendet, das Balkonfenster einzuschlagen, um ins Haus zu gelangen.

Ein lautes Klirren riss das Ehepaar (84, 80) aus dem Schlaf. Kurz darauf stand der Angreifer im Schlafzimmer und stach gnadenlos auf die beiden ein. Der 84-Jährige erlitt tödliche Verletzungen und starb noch vor Ort. Seine Frau wurde schwer verletzt, konnte aber Hilfe holen. Der Täter flüchtete zunächst, jedoch wenig später von Polizisten in der Nähe seiner Wohnadresse festgenommen. Nach der Tat soll der 17-Jährige selbst den Notruf gewählt haben.

Seine Einvernahme im Laufe des Mittwochs brachte brisante Erkenntnisse: Der Jugendliche zeigte sich laut Polizei umfassend geständig. Anfangs hatte der er noch "wirres Zeug" geredet, dann kristallisierte sich sein schockierendes Motiv heraus. Der 17-Jährige gab an, aus Mordlust gehandelt zu haben.

Gezielt habe er sich laut eigenen Angaben das Haus der Pensionisten ausgesucht. Er will das Paar nicht gekannt haben, ging aber davon aus, dass dort ältere Menschen wohnen – und erwartete sich weniger Gegenwehr. Das Tatmesser wurde am Tatort sichergestellt. Den Hammer dürfte der Verdächtige auf dem Heimweg weggeworfen haben, danach wird noch gesucht. Die Ermittlungen laufen weiter.

Nach der Bluttat flüchtete der Jugendliche und wurde wenig später blutüberströmt auf der Straße von der Polizei aufgegriffen und festgenommen. Die mutmaßliche Tatwaffe wurde sichergestellt.

Im Ort herrscht Fassungslosigkeit. Der Bursch, der nur wenige Hundert Meter entfernt mit seiner Familie lebte, galt als unauffällig. Hinweise auf eine mögliche psychische Erkrankung werden geprüft, ein Gutachten darüber dürfte in Auftrag gegeben werden.

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