Mitten in der Nacht soll der Verdächtige – ein bisher unauffälliger Bursche aus der Nachbarschaft – mit einem Messer bewaffnet durch den Balkon in das Haus eines Pensionisten-Paares eingedrungen sein.
Sofort stach auf die beiden im Bett liegenden Steirer ein. Der 84-Jährige starb vor Ort, der 80-Jährigen gelang es noch, die Rettung zu rufen – sie überlebte den Angriff schwer verletzt.
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Derzeit läuft die Einvernahme des österreichischen Staatsbürgers, der gemeinsam mit seinem Bruder bei seinen Eltern im selben Ort aufgewachsen sein soll. "Laut derzeitigem Stand der Ermittlungen gehen wir von keinem Verwandtschafts- oder Bekanntschaftsverhältnis aus", erklärte Polizeisprecher Sabri Yorgun gegenüber "Heute".
Der Verdächtige – ein schlacksiger junger Mann – war in der Gemeinde dem Vernehmen nach gut integriert, bisher nie irgendwie negativ aufgefallen. Bei der örtlichen Feuerwehr zeigte er in der Jugend sogar großen Einsatz. Vor zwei Jahren soll er sogar ein goldenes Feuerwehrjugendleistungsabzeichen errungen haben.
In seiner Einvernahme dürfte der Verdächtige laut "Heute"-Infos jedoch jede Menge "wirres Zeug" von sich geben, soll desorientiert und aufgebracht wirken – ein möglicher Hinweis auf das Vorliegen einer Psychose oder eines ähnlichen psychischen Ausnahmezustands.
Polizisten trafen den jungen Mann blutverschmiert vor dem Tatort auf der Straße an, er irrte dort offenbar herum und wurde festgenommen. Auch die Tatwaffe wurde sichergestellt. Das Landeskriminalamt Steiermark führt die Ermittlungen.
Im Ort sorgt die Tat für große Bestürzung. In der kleinen Gemeinde verbreitete sich die Nachricht rasch, viele Fragen bleiben offen. Für den 17-jährigen Tatverdächtigen gilt die Unschuldsvermutung.