Amokläufer in Wien erst kürzlich aus Haft entlassen

Der Afghane, der am Mittwoch vier Menschen am Praterstern lebensgefährlich verletzt haben soll, saß bis vor kurzem noch in Wien ein, am 8. Dezember kam er frei.
Der in Haft befindliche Jafar S. (23) hat am Donnerstag der Polizei gegenüber gestanden, dass er in der Leopoldstadt vier Menschen mit einem Messer verletzt hat. Sein Motiv: Er sei "in einer schlechten, aggressiven Stimmung" und "auf seine gesamte Lebenssituation wütend" gewesen. Doch wie war seine Lebenssituation zuletzt?

Der Afghane kam 2015 nach Österreich, doch sein Asylgesuch wurde abgelehnt. Er soll sich daraufhin dem Verfahren entzogen haben, war seit 2016 ein "U-Boot", wie Polizeipräsident Gerhard Pürstl in der "ZIB" erklärte. Jafar S. glitt in die Drogenszene ab, wie er zu Protokoll gab.

Neue Details: Täter saß in Wiener Gefängnis ein

Wie "Heute" aus Justizkreisen erfuhr, wusste der Staat aber zumindest bis Ende letzten Jahres ganz genau, wo sich Jafar S. aufhielt: Wegen Drogenhandels verbüßte er ab 30. August 2017 in der Justizanstalt Josefstadt eine Haftstrafe. Am 8. Dezember 2017 wurde er nach Absitzen seiner Strafe aus dem Gefängnis entlassen.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Dann tauchte er offenbar unter. Denn der Abschiebe-Bescheid konnte ihm lautnicht zugestellt werden. Nun stellt sich die Frage: Hätte die Amok-Tat verhindert werden können, wenn der Afghane direkt aus der Justizanstalt abgeschoben worden wäre?

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(coi)

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