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Wie kam "Atompilz" bei den Wiener Kraftwerken zustande?

Am Montag lieferte ein Wetterphänomen einen beeindruckenden Anblick am Wiener Himmel. Ein Meteorologe erklärt, wie er zustande kam. 
01.12.2020, 15:28

Diese Wolke am Himmel in Wien sorgte für einiges Grübeln. Mehrere "Heute"-Leserreporter sandten sie als "Atompilz" oder "Hurrikan" betitelt ein. Jetzt erklärt UBIMET-Meteorologe Konstantin Brandes im Gespräch mit der "Heute", was es damit wirklich auf sich hat.

Das Naturschauspiel dürfte nämlich dem Kraftwerk Donaustadt oder Simmering geschuldet sein. "Der Blick vom Aufnahmeort (Friedhof Kagran) vermutlich in den späten Nachmittagsstunden geht Richtung Westen bzw. Südwesten. Dort befinden sich sowohl das Kraftwerk Donaustadt, als auch das Kraftwerk Simmering", so Brandes. Im Winter komme es immer wieder vor, dass der Wasserdampf, der von den Türmen ausgestoßen wird, "derart schöne Formen" annehme.

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"Im gestrigen Fall gab es in rund 2.000 Meter Höhe über Wien eine ausgeprägte Temperaturinversion. Eine solche wirkt wie ein Deckel, darunter lagert kalte schwere Luft, darüber deutlich wärmere", erklärt der Meteorologe. Ein Austausch zwischen diesen beiden Schichten findet daher kaum statt. Wenn also die Wasserdampfwolke in die Höhe steigt, stößt sie in 2.000 Metern Höhe auf diese Barriere und kann nicht weiter aufsteigen. "Dann breitet sich die Wolke horizontal aus und fertig ist der 'Pilz'", sagt Brandes abschließend.

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