Fans der "Metro"-Reihe mussten lange warten, nun gibt es erstmals einen ausführlichen Blick auf das nächste Kapitel der postapokalyptischen Shooter-Serie. Im Rahmen des Xbox Games Showcase haben die Entwickler von 4A Games den ersten Gameplay-Trailer zu "Metro 2039" veröffentlicht. Gleichzeitig wurde bestätigt, dass das Spiel im Februar 2027 für PlayStation 5, Xbox Series X|S sowie PC über Steam und den Epic Games Store erscheinen wird. Der fast drei Minuten lange Trailer gibt einen Eindruck, welche Richtung die Geschichte einschlagen wird.
Dabei wird schnell klar, dass die Welt der Metro erneut von politischen Machtkämpfen, Misstrauen und Gewalt geprägt ist. Im Mittelpunkt der Handlung steht eine Figur, die lediglich als der Fremde bezeichnet wird. Sein Ziel ist klar: Er will Hunter finden und zur Rechenschaft ziehen. Für langjährige Fans der Reihe ist dieser Name kein Unbekannter. Hunter galt einst als legendärer Spartaner und erfahrener Ranger, der sein Leben dem Schutz der Metro verschrieben hatte. In "Metro 2039" hat sich seine Rolle jedoch grundlegend verändert.
Laut den Entwicklern hat Hunter mittlerweile die Kontrolle über ein mächtiges Regime übernommen. Mithilfe von Propaganda und gezielter Manipulation soll er die Bewohner der Metro hinter sich gebracht haben. Aus Sicht des Fremden ist der einstige Held genau zu jener Art von Herrscher geworden, gegen die die Spartaner früher gekämpft haben. Dieser Konflikt bildet den Kern der Geschichte und treibt die Handlung voran. Der Trailer vermittelt dabei eine besonders düstere Stimmung.
Die Metro wirkt stärker kontrolliert und bedrückender als zuvor. Die bekannten Tunnelanlagen sind weiterhin ein zentraler Bestandteil des Spiels, doch auch oberirdische Gebiete spielen erneut eine wichtige Rolle. Spieler werden sowohl enge, klaustrophobische Korridore als auch zerstörte Landschaften erkunden. Spielerisch setzt das Studio auf die Stärken, für die die Reihe bekannt geworden ist. Heimliches Vorgehen, Ressourcenknappheit und das vorsichtige Erkunden gefährlicher Gebiete stehen weiterhin im Mittelpunkt.
Die Mischung aus Stealth-Action und Survival-Elementen scheint auch im neuen Teil eine tragende Rolle einzunehmen. Neu vorgestellt wurde die Waffe "Shatun". Dabei handelt es sich um ein speziell für verdeckte Einsätze entwickeltes Werkzeug, das laut Trailer neue Möglichkeiten für lautlose Angriffe eröffnen soll. Zusätzlich wurde eine bislang unbekannte Art von Sprengladung gezeigt. Konkrete Details dazu halten die Entwickler derzeit noch zurück. Grafisch hinterlässt "Metro 2039" bereits einen starken Eindruck.
Der Trailer zeigt detaillierte Umgebungen, aufwendig gestaltete Charaktere und zahlreiche Lichteffekte. Besonders die dunklen Tunnelabschnitte profitieren von der atmosphärischen Inszenierung. Die Entwickler setzen erneut auf eine Welt, die nicht nur gefährlich wirkt, sondern ihre Geschichte auch über ihre Umgebung erzählt. Neben den spielerischen Neuerungen steht aber vor allem die Geschichte im Vordergrund. Die Frage, wie aus dem gefeierten Spartaner Hunter ein autoritärer Anführer werden konnte, dürfte viele Fans beschäftigen.
Gleichzeitig bleibt offen, welche Motive den Fremden antreiben und wie weit er bereit ist zu gehen, um sein Ziel zu erreichen. Eine besondere Bedeutung hat die Entwicklung des Spiels auch abseits der Bildschirme. 4A Games arbeitet weiterhin sowohl auf Malta als auch in der Ukraine an dem Projekt. Das Studio betont, sein Heimatland und die dort tätigen Teammitglieder während der anhaltenden russischen Invasion weiterhin zu unterstützen. Trotz der schwierigen Umstände wird die Arbeit an der "Metro"-Reihe fortgesetzt.
Wer einen Beitrag leisten möchten, kann dies beispielsweise auf der offiziellen Spendenplattform der Ukraine tun: United24 https://u24.gov.ua/