Wenn am Mittwoch, dem 9. September, im Osloer Dom die Staatstrauerfeier für den am 28. August verstorbenen König Harald V. (89) stattfindet, wird Königin Mette-Marit (53) auf eine Frau treffen, der sie einst schwere Beleidigungen an den Kopf warf: Großherzogin Stéphanie von Luxemburg (42).
Der Hintergrund: Anfang des Jahres veröffentlichte das US-Justizministerium brisante E-Mails aus der Causa Jeffrey Epstein. Darin offenbarte sich, dass Mette-Marit die Hochzeit von Stéphanie mit Großherzog Guillaume im Jahr 2012 gegenüber dem verurteilten Sexualstraftäter derb verspottet hatte.
Konkret schrieb die damalige Kronprinzessin damals: "Ich sterbe vor Langeweile. Komm und rette uns." In weiteren Mitteilungen beschrieb sie die Zeremonie als "tödlich langweilig" und den Veranstaltungsort als "einen Ort voller alter Menschen".
Stéphanie reist gemeinsam mit ihrem Ehemann Guillaume als offizielle Vertretung Luxemburgs zur Beisetzung nach Norwegen. Für das Paar ist es der erste hochrangige Anlass in ihrer neuen Rolle: Seit der Abdankung von Guillaumes Vater Henri im vergangenen Jahr stehen sie als Großherzog und Großherzogin an der Spitze Luxemburgs.
Mette-Marit hatte in der Vergangenheit eingeräumt, Jeffrey Epstein 2011 über gemeinsame Freunde kennengelernt und den Kontakt 2014 bewusst beendet zu haben. Nach der Veröffentlichung der E-Mails bat die Königin öffentlich um Entschuldigung.
"Ich möchte mein tiefstes Bedauern über meine Freundschaft mit Jeffrey Epstein ausdrücken. Es ist wichtig, dass ich mich bei Ihnen allen dafür entschuldige, Sie enttäuscht zu haben", so Mette-Marit. Im März erklärte sie zudem unter Tränen im norwegischen Fernsehen, sie sei "manipuliert und getäuscht" worden und wünschte, Jeffrey Epstein "nie getroffen" zu haben.