Seine Hits begleiten Menschen weltweit, auch 17 Jahre nach dem Tod von Michael Jackson. Der neue Film "Michael" (ab 22. April im Kino) will dem "King of Pop" nun ein Leinwand-Denkmal setzen.
Das mit Spannung erwartete Biopic von Regisseur Antoine Fuqua und Produzent Graham King ("Bohemian Rhapsody") konzentriert sich auf eine konkrete Zeitspanne im Leben des Superstars: Sein Aufstieg vom jüngsten und talentiertesten Bruder über die Geburt der Familien-Band "Jackson Five" in den 70er Jahren bis hin zu seinen gigantischen Solo-Erfolgen mit Alben wie "Thriller" und "Bad" Anfang der 80er Jahre.
Jaafar Jackson, Sohn von Michaels älterem Bruder Jermaine Jackson ("When the Rain Begins to Fall"), verkörpert seinen Onkel Michael. Es ist sein Schauspieldebüt und obwohl die Fußstapfen gigantisch sind, überzeugt der 29-Jährige – vor allem tänzerisch. Im englischen Original ähnelt seine hohe, beinahe kindliche Sprechstimme auch der des Superstars frappant.
Jaafar "musste den Filmemachern beweisen, dass ich in der Lage bin, Michael zu verkörpern. Im Grunde ging es darum, bei den Wurzeln anzufangen und die Authentizität zu finden", verriet der Schauspieler.
Die Biografie nimmt Zuschauer mit auf eine musikalische Zeitreise, die bei älteren automatisch Erinnerungen wachruft. Sehr überzeugend ist auch Jungakteur Juliano Valdi, der Michael Jackson als Kind spielt. Im Mittelpunkt steht aber vor allem die schwierige Beziehung zwischen Michael Jackson und seinem gewalttätigen und kontrollierenden Vater Joseph "Joe" Jackson, brillant vom Oscar nominierten Colman Domingo ("Sing Sing") dargestellt.
Michael Jacksons Geschwister Jackie, Jermaine und Marlon haben als Nachlassverwalter mitgearbeitet. Deshalb ist auch nicht überraschend, dass die Vorwürfe wegen sexueller Belästigung gegen den "King of Pop" im Film nicht behandelt werden. Auch deshalb, weil das Biopic eben nicht das gesamte Leben des Sängers zeigt, sondern nur einen Teil davon. Paris Jackson, Tochter des verstorbenen Superstars, hat wiederum klar gemacht, dass sie sich inhaltlich distanziert, "Michael" entspringe "der Fantasie Hollywoods".