Sie hat genug

Michelle über Schlagerbranche: "Jetzt stört es mich"

Ein letztes Album macht Michelle noch und dann muss sich die Schlagerbranche von ihr verabschieden. Im Zuge ihres Abgangs räumt sie noch mit auf.

Heute Entertainment
Michelle über Schlagerbranche: "Jetzt stört es mich"
Michelle beendet ihre Karriere.
Screenshot/"Kölner Treff"/WDR

Jahrzehnte lang hat Michelle die "Leute im Herzen berührt", kündigt "Kölner Treff"-Moderatorin Susan Link (47) Schlagerstar Michelle (52) in der Sendung an. Die Sängerin spricht im Zuge ihres Auftritts im WDR über ihr Karriere-Aus und packt dabei auch gleich einmal mehr über die "oberflächliche Branche" aus. In ihrem Leben traf sie auch auf einige Leute, die es nicht gut mit ihr meinten.

Darum hört Michelle auf

"Im Endeffekt geht es im Leben darum, dass man auch gewisse Türen schließen muss", erklärt die Musikerin über ihre Entscheidung, mit der Musik aufzuhören. Sie wolle das tun, was "das Herz einem sagt". Michelle will nicht mehr das machen, was die Menschen von ihr verlangen, sondern was sie glücklich macht. Ein letztes Album wird sie noch herausbringen und dann ist Schluss.

"Ich habe in dieser Branche alles erreicht", erinnert sie sich dankbar zurück. "Jetzt bin ich aber an einem Punkt, an dem ich sage, mir werden einfach andere Dinge wichtiger [...] jetzt bin ich dran, jetzt bin ich als Mensch dran", lässt sie weiter wissen.

Heile Welt im Schlager?

"Ich merke auch, wie sich mein Blickwinkel in dieser Branche verändert hat. Man ist irgendwann auch so ein bisschen müde davon", spricht sie über ihr Image und ihre Schlager-Kunstfigur. "Es ist immer oberflächlich gewesen, mich hat es nie gestört, jetzt stört es mich", stellt Michelle über die Schlagerwelt klar.

In ihrem neuen Album "Flutlicht" hat sie gezielt Tabuthemen bearbeitet, um die Schubladen des Genres aufzubrechen. So geht es beispielsweise um Suizid oder auch häusliche Gewalt. "Wir haben es so verpackt, dass die Menschen sich damit identifizieren können. Dass sie sehen, ich bin ein Mensch", macht Michelle ihre Beweggründe deutlich. Auch sie wäre nicht immer "strahlend schön".

Tatsächlich hat sie bereits turbulente Dinge in ihrer Vergangenheit erlebt, weiß auch Link: "Du hast Gewalt, du hast das Thema Alkoholmissbrauch auch zu Hause erlebt, du warst in einer Pflegefamilie, du hast sogar zum Teil eine Zeit auf der Straße gelebt", zählt sie einige Schicksalsschläge auf. In der Branche wäre Michelle deshalb immer irgendwie auf der "Suche nach Familie gewesen", weil sie die "nicht hatte", gibt sie offen zu. Sie hätte aber schnell gemerkt, dass "es eben nicht diese Familie ist, die man sich erwünscht hat oder die man durch die rosarote Brille sieht." Sie hätte auch lange nicht erkannt, was tatsächlich echt ist und wer es nicht gut mit ihr meinte: "Ich hab so ein gewisses Feingefühl für solche Menschen nicht mitbekommen."

Angesprochen auf ihre Liebe zum deutlich jüngeren Eric Philippi (27) versteht sie zwar, dass es verschiedene Ansichten gibt, da jeder Mensch vom Naturell her ständig alles beurteilen würde, aber Meinungen zu ihrer Beziehung würden ihr dennoch "am Arsch vorbei" gehen.

Eric Philippi und Michelle sind sehr verliebt.
Eric Philippi und Michelle sind sehr verliebt.
Brigitte Dummer / Action Press / picturedesk.com

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    Irina Shayk zeigte sich zum Sommeranfang in einem aufreizenden schwarzen Bikini. Passend dazu ihr Hund auf dem Arm.
    Irina Shayk zeigte sich zum Sommeranfang in einem aufreizenden schwarzen Bikini. Passend dazu ihr Hund auf dem Arm.
    instagram/irinashayk

    Auf den Punkt gebracht

    • Schlagerstar Michelle spricht über ihr Karriere-Aus und enthüllt die oberflächliche Seite der Branche, die sie zunehmend stört
    • Die Sängerin hat beschlossen, auf ihr Herz zu hören und das zu tun, was sie glücklich macht, und wird nach einem letzten Album ihre Musikkarriere beenden, da ihr andere Dinge im Leben wichtiger geworden sind
    • Außerdem hat sie in ihrem neuen Album "Flutlicht" Tabuthemen wie häusliche Gewalt angesprochen, um die Schubladen des Schlagergenres aufzubrechen
    red
    Akt.