Am 3. November finden in den USA die sogenannten Midterms statt. Dabei wird nicht nur über die Zusammensetzung des gesamten Repräsentantenhauses, sondern auch über ein Drittel der Sitze im Senat entschieden. Die Wahl gilt als wichtiger Stimmungstest für US-Präsident Donald Trump und seine Republikaner.
Aktuelle Umfragen deuten darauf hin, dass die Demokraten die Republikaner überholen könnten.
Im sogenannten Generic Ballot – einer landesweiten Parteipräferenz-Umfrage – liegen die Demokraten laut verschiedenen Polling-Aggregatoren klar vorn.
Decision Desk HQ sieht sie mit +7,8 Prozentpunkten, FiftyPlusOne mit +8,0 und Silver Bulletin sogar mit +8,9 Prozentpunkten voran. Dies könnte zu einer demokratischen Mehrheit in beiden Kammern führen.
Im Repräsentantenhaus wird aktuell erwartet, dass die Demokraten 234 Sitze und die Republikaner 201 Sitze erreichen könnten. Im Senat zeichnet sich eine knappe demokratische Mehrheit von 51 zu 49 Sitzen ab. Diese Prognosen stammen vom 7. Oktober und basieren auf den Daten von Decision Desk HQ.
Derzeit stellen die Republikaner mit 53 von 100 Sitzen die Mehrheit im Senat. Die Demokraten halten 45 Sitze, hinzu kommen zwei unabhängige Senatoren, die sich der demokratischen Fraktion anschließen. Im Repräsentantenhaus verfügen die Republikaner über eine knappe Mehrheit mit 219 Sitzen, während die Demokraten auf 214 Sitze kommen.
Die Kongresswahl entscheidet darüber, ob Trump seine politischen Pläne umsetzen kann oder ob er mit Blockaden durch den Kongress rechnen muss.
Sollte das Repräsentantenhaus oder sogar beide Kammern an die Opposition gehen, wird das Regieren für den Präsidenten laut "Morgenpost" deutlich schwieriger.
Bei den Midterms werden alle 435 Abgeordneten des Repräsentantenhauses sowie 35 der 100 Senatoren gewählt.
Diese Zwischenwahlen finden alle zwei Jahre statt und sind entscheidend für die politische Ausrichtung der Vereinigten Staaten in den kommenden Jahren.