Mikl-Leitner will Facharzt-Ausbildung für Hausärzte

Bild: VPNÖ
Die ÖVP Niederösterreich unter Johanna Mikl-Leitner traf sich zur Arbeitsklausur. Das sind die künftigen Schwerpunkte.
Themenmarathon bei der Arbeitsklausur der ÖVP Niederösterreich am Mittwoch in Gaming (Scheibbs): Die zentralen Schwerpunkte der kommenden Zeit sollen Arbeit, Wirtschaft, Wohnen und die Gesundheitsversorgung sein.

So sollen der ländliche sowie der urbane Raum gleichzeitig Wohnort und Arbeitsplatz sein. Damit verbunden forciert man weiterhin das Thema "Digitalisierung". "Wir sind auf dem Weg zu einem Digitalisierungs-Vorreiterland", erklärte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner in der anschließenden Pressekonferenz.

Man habe den höchsten Grad an wirtschaftlicher Strukturveränderung in den letzten zehn Jahren, die vier Technopole, an denen derzeit 3.600 Menschen arbeiten und forschen werden weiter ausgebaut. Derzeit gäbe es in NÖ zudem um 60 Prozent mehr Unternehmen als noch vor 15 Jahren, Warenexporte sowie die Forschungsquote habe sich verdoppelt.

CommentCreated with Sketch.2 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Um das weiter zu forcieren wurde eine neue Wirtschaftsstrategie entwickelt, die die Dezentralisierung vorantreiben soll. 500 Arbeitsplätze sollen demnach in den kommenden Jahren in die Regionen verlagert werden. Um dem Thema "Klimakrise" genug Platz zu geben, wurde der Klima- und Energiefahrplan auf die Wirtschaftsstrategie abgestimmt. Über 40.000 Green Jobs gäbe es in NÖ bereits, bis 2022 sollen weitere 10.000 dazukommen.

Auch die Richtlinien der neuen Wohnbaustrategie treten am 1. Oktober in Kraft – sie beinhalten beispielsweise eine Verdoppelung der Förderdarlehen für Jungfamilien – mehr dazu hier.

Ein weiteres Thema, das Kopfschmerzen bereitet, ist die Gesundheitsversorgung in den ländlichen Bereichen, die flächendeckend gegeben sein soll. "Wir haben die Initiative 'Landarzt'. Das Land unterstützt zudem mit bis zu 50.000 Euro die Instandsetzung von Ordinationen. An der Karl Landsteiner Universität werden mittlerweile knapp 400 Mediziner ausgebildet, im Vollausbau werden es im Jahr 2026 sogar 600 sein. Klar ist aber, dass es zusätzliche Maßnahmen auf Bundesebene braucht", so Mikl-Leitner. Gefordert wird eine Verdoppelung der Studienplätze im Fach Medizin ("Heute" berichtete), die Schaffung von Stipendien mit Länder-Kontingenten, sowie eine eigene Facharzt-Ausbildung für Hausärzte und den Ausbau der Telemedizin. (nit)

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