Nächste Pleite in der Baubranche: Das Unternehmen Müller Bau aus Altach ist insolvent. Auf der Webseite wird noch ein Blick in die Zukunft versprochen.
Am Landesgericht Feldkirch wurde das Konkursverfahren eröffnet. Insgesamt sind 38 Mitarbeiter vom Konkurs betroffen. Die Höhe der Verbindlichkeiten beträgt nach aktuellem Stand 2,3 Millionen Euro.
Laut Kreditschutzverband 1870 gibt es mehrere Gründe für die Insolvenz. Vor allem der Einbruch und die schleppende Erholung der Bau- und Immobilienbranche in den vergangenen fünf Jahren hätten die Lage verschärft. Dazu kommen steigende Personal- und Materialkosten sowie höhere Fremdfinanzierungskosten, heißt es in der Aussendung. Zudem habe auch die Nachfrage deutlich abgenommen.
Für die 38 Mitarbeiter soll es eine Lösung geben. Sie sollen bei anderen Baufirmen in Vorarlberg unterkommen. Aufgrund des Fachkräftemangels in der Branche zeigt sich das Unternehmen optimistisch, dass das gelingt. Das Familienunternehmen ist seit rund 50 Jahren in Vorarlberg in der Baubranche tätig.
Erst Anfang Dezember wurde über das Vermögen der Mangold Bau GmbH aus Lochau ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet. Die Höhe der Verbindlichkeiten beträgt laut Angaben der Firma, die zur Mangold Unternehmensgruppe gehört, rund 1,7 Millionen Euro, teilten der Kreditschutzverband von 1870 und der Österreichische Verband Creditreform mit.
Auch am Bezirksgericht Bregenz wird derzeit eine Privatinsolvenz von fast 18 Millionen Euro verhandelt. Betroffen ist ein früherer Immobilienprojektentwickler aus der Bodenseeregion, dessen Bauvorhaben großteils in Deutschland scheiterten. Den Gläubigern wurde eine Rückzahlung von 0,11 Prozent innerhalb von drei Jahren vorgeschlagen.