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Mindestsicherung gestrichen,weil Mutter arbeiten wollte

Marija wagte als alleinerziehende Mutter den Schritt zurück in die Arbeitswelt. Doch nun braucht sie finanzielle Hilfe – doch die bekommt sie nicht.
Maxim Zdziarski
18.04.2022, 11:08

"Heute"-Leserin Marija (Name von der Redaktion geändert*) entschied sich als Alleinerzieherin bewusst so rasch wie möglich wieder arbeiten zu gehen. Nach einem Jahr wollte sie ihre Tochter in die Krippe schicken, damit sie selbst wieder Geld verdienen konnte. Bis dahin wählte die 32-Jährige die Auszahlung des Kinderbetreuungsgeldes über rund 10 Monate, um so gut wie möglich über die Runden zu kommen. So standen Marija und ihrer kleinen Tochter rund 1.200 Euro monatlich zur Verfügung. Doch ihr Plan ging in die Hose – es kam alles anders, als gedacht.

Wienerin verkalkulierte sich

Die Alleinerzieherin bekam für ihr Baby keinen KiGa-Platz. Der Traum vom Widereinstieg in die Berufswelt platzte von einem Tag auf den anderen. Mitte März wurde Marija, wie vereinbart, auch noch der Geldhahn zugedreht. "Ich kann nun entgegen aller Erwartungen doch nicht arbeiten, sondern kümmere mich um meine Tochter", erzählt sie im "Heute"-Talk. Ihr einziger Ausweg: einen Antrag um Mindestsicherung stellen. Dieser wurde jedoch abgelehnt – und nun steht die Floridsdorferin ohne Job und somit ohne Einkommen da. 

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"Bewusste Entscheidung"

Die Begründung des Sozialamts liegt "Heute" schriftlich vor. "Durch ihre bewusste Entscheidung für das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld war Ihnen bewusst, dass Sie ab 10. März 2022 bis zum Ende ihrer Karenz am 15. September 2022 über kein Einkommen verfügen", heißt es in der Absage.

Der Antrag wurde abgewiesen, "da es nicht die Aufgabe der Mindestsicherung ist, diesen Einkommensausfall auszugleichen". Marija ist indes stinksauer: "Ich finde es ungeheuerlich, dass man dafür bestraft wird wieder arbeiten gehen zu wollen. Ich kann ja nichts dafür, dass die Kindergärten alle voll sind und ich nun zu Hause bleiben muss."

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Die Karenz läuft jedenfalls noch bis Mitte September. Wie die 32-Jährige nun ihren Lebensunterhalt bezahlen soll, bleibt unklar.