Strache fordert Rot-Grün in Wien zum Rücktritt auf

Pressestatement von Vizekanzler Strache am 11. Jänner 2019 in Mauerbach. (Quelle: Video3)
Pressestatement von Vizekanzler Strache am 11. Jänner 2019 in Mauerbach. (Quelle: Video3)
Bei der Pressekonferenz zum Abschluss der Regierungsklausur teilte Vizekanzler Strache (FPÖ) kräftig gegen die rot-grüne Regierung Wiens aus und legte ihr den Rücktritt nahe.
Im tiefwinterlichen Mauerbach war am Freitag einmal mehr auch die Reform der Mindestsicherung Thema. Die Stadt Wien hatte am Donnerstag angekündigt, diese so nicht umsetzen zu wollen.

Dieser "glatte Rechtsbruch" brachte Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) offenbar so in Rage, dass er neuerlich gegen die rot-grüne Stadtregierung der Bundeshauptstadt wetterte: "Wer so ein politisches Verständnis hat [...], solche Herrschaften sollten zurücktreten". Die betreffende Stelle finden Sie ab Timecode 06:13 im Video oben.

Die Wiener Stadtregierung würde "offensiv und auch laut" für ein "Förderungsprogramm für tschetschenische Großfamilien" eintreten, so Strache bei der anschließenden Fragestunde (Video unten) weiter. 70 Prozent der Mindestsicherungsbezieher in Wien hätten heute Migrationshintergrund, rechnet der Vizekanzler vor. Es gehe Rot-Grün nicht darum, die Sozialfälle der "eigenen Bevölkerung abzudecken und denen zu helfen", sondern das bisherige System "mit aller Gewalt" fortsetzen zu wollen. "DAS ist in Wahrheit eine Beleidigung der Wiener Bevölkerung", so Strache.

Fragestunde in Mauerbach am 11. Jänner im Video:

Fragestunde in Mauerbach, Tag 2
Fragestunde in Mauerbach, Tag 2
(Quelle:Video3)

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Tags zuvor hatte schon Bundeskanzler Kurz vor der Klausur in Mauerbach mit einem Sager für Aufregung gesorgt: In Wien gebe es laut Kanzler Kurz "immer mehr Menschen die in der Früh nicht aufstehen und arbeiten, sondern daheim sitzen bleiben".

Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. "Herr Bundeskanzler, beleidigen Sie nicht die Wienerinnen und Wiener", schoss SPÖ-Landesparteisekretärin Barbara Novak zurück und am Freitag trendete auf Platz 1 im Kurznachrichtendienst Twitter der Hashtag #WienStehtAuf.Darunter berichten Hunderte Wiener von ihrem Arbeitsalltag, und wie früh sie dazu aus dem Bett aufstehen müssen. Zudem wird Kurz stark durch den Kakao gezogen.



(rcp)

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