Minister sagt, wie es jetzt in den Schulen weiter geht

Bildungsminister Heinz Faßmann und Familienministerin Susanne Raab (beide ÖVP) beim Puls 24 Bürgerforum am Montag.
Bildungsminister Heinz Faßmann und Familienministerin Susanne Raab (beide ÖVP) beim Puls 24 Bürgerforum am Montag.Screenshot Puls 24
Nach dem großen Corona-Gipfel stand Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) Rede und Antwort zur Situation in den Schulen.

Am Montag waren Bildungsminister Heinz Faßmann und Familienministerin Susanne Raab (beide ÖVP) beim Puls 24 Bürgerforum zu Gast. Das Thema, wie könnte es anders sein, war die Corona-Pandemie und deren Auswirkungen auf Schülerinnen und Schüler.

Gleich zu Beginn hatte eine fünffache Mutter jede Menge Fragen an Faßmann: "Warum werden Kindergartenkinder gar nicht getestet? Warum nicht täglich Schultests? Warum nicht ganze Klasse in Quarantäne bei einem positiven Fall? Warum gibt es noch immer nicht flächendeckend CO2-Messgeräte? Warum keine Luftfilteranlagen? Warum keine durchgängige Maskenpflicht an Volksschulen? Warum nicht vorübergehend Distance-Learning?"

"In Europa an der Spitze"

Der Minister antwortete: "Ich teile den Wunsch, dass Schulen möglichst normal betrieben werden können. Schule, wie wir sie vor Corona kannten, sind das beste Szenario. Derzeit ist das noch nicht möglich. Eigentlich sollten wir die 7-Tages-Inzidenz tief runter drücken, doch das ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Deutschland zeigt, wie schwierig das ist. Wir müssen mit dieser Pandemie in einem gewissen Sinne leben. Wir testen häufig in der Schule. In Europa sind wir an der Spitze."

Über zusätzliche Maßnahmen in den Klassen sagte er: "Plexiglasboxen halte ich für nicht wirklich praktikabel. Luftfilter sind in Ordnung. Wir haben ein Gutachten, das besagt, dass sie nur die Gesamtluft filtern, besser ist regelmäßiges Lüften mit Luftzirkulation."

Raab: "Ich bin froh, dass wir einen gewissen geregelten Alltag für die Kinder in der Schule haben. Das ist sowohl für den Familienalltag als auch für die Kinder wichtig."

Und wie will man den Rückstand aufholen? Faßmann verwies auf zusätzliche Förderschulen und die Sommerschule, die "sehr gut" funktioniere. Diese biete Aufholmöglichkeiten. 200 Millionen Euro würden für für Förderunterricht bereit stehen: "Geld ist genug da, um im Sommersemester mehr Stunden unterzubringen – und auch im Wintersemester."

Neues in der Schule

Die Entscheidungsträger haben sich am Montag auf folgende Regelungen betreffend den Bildungsbereich geeinigt:  Die Schulen bleiben offen. Erst ab einer 7-Tages-Inzidenz von 400 oder mehr soll es zu Schulschließungen kommen. Auch eine Verlängerung der Osterferien ist nach dem Gipfel in Wien vorerst vom Tisch.

Eine Neuerung wird es in Zukunft aber doch geben. Um das Contact Tracing zu verbessern und zu intensivieren, sollen ab jetzt alle Klassenkameraden als K1-Kontaktperson gezählt werden, wenn in einer Klasse ein positiver Corona-Fall auftritt. Mehr dazu hier >>

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