Ministerin akzeptiert Kuh-Challenge auf TikTok nicht

Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger findet die "Kulikitaka"-Challenge auf TikTok "absurd"
Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger findet die "Kulikitaka"-Challenge auf TikTok "absurd"picturedesk.com
Bei der #Scaringcowchallenge machen sich TikToker einen Spaß daraus, Kühe zu erschrecken. Ministerin Köstinger findet die Aktion "absurd".

Die jüngste TikTok Challenge, wo Jugendliche mit ruckartigen Tanzbewegungen bewusst Kühe erschrecken und dies für Social-Media-"Fame" filmen, bezeichnet Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger als "absurd und vollkommen unverantwortlich". 

Mit Kühen tanzen

Die Challenge nennt sich #Scaringcowchallenge und ist im Prinzip einfach. Der TikToker stellt sich vor eine Herde Kühe und bewegt sich zum Song "Kulikitaka" von Toño Rosario ruckartig, bis er am Ende plötzlich auf die Kühe zustürmt. Diese schrecken auf und rennen in alle Richtungen davon. Eines der meist geteilten Videos dieser Challenge hat bereits über 80.000 Likes.

"Besucherinnen und Besuchern von Almen tragen eine Eigenverantwortung", so Köstinger. "Jeder, der eine Alm besucht oder durchwandert, muss wissen: 

Das ist kein Streichelzoo und auch kein Abenteuerspielplatz

Es gibt klare und sehr einfache Verhaltensregeln, die sicherstellen, dass Mensch und Tier nicht gefährdet werden und die Almen weiterhin für Gäste geöffnet bleiben können", so Köstinger. Auch vielen Bauern, Almbesitzern und Landwirten reicht es jetzt - siehe: Wut-Bauer: "Ham's euch alle ins Hirn gschissn?"

Eigenverantwortung ist Gesetz

Das so genannte „Kuh-Urteil“ in Tirol hatte zu großer Verunsicherung bei Österreichs Almbauern, aber auch bei Besucherinnen und Besuchern von Almen geführt. "Wir haben daher schon im Vorjahr die Gesetzeslage geändert und die Eigenverantwortung der Gäste auf Almen gesetzlich festgeschrieben", so Köstinger.

Auf der Seite www.sichere-almen.at sind die 10 Alm-Regeln zusammengefasst und auch in kurzen Videos anschaulich erklärt.

Derzeit gibt es in Österreich rund 8.000 bewirtschaftete Almen, 25.000 landwirtschaftliche Betriebe treiben Vieh auf. 300.000 Rinder verbringen den Sommer auf den Almen, dazu kommen noch 100.000 Schafe, 10.000 Pferde und 11.000 Ziegen.

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