Ein Wintereinbruch sorgt seit mehreren Tagen für eisige Temperaturen in Österreich. Jüngste Prognosen zeigen, dass die Wetterlage auch in den kommenden Tagen ungemütlich bleibt. "Heute" fragte bei UWZ-Wetterexperte Christoph Matella nach.
Was war der Kältepol der vergangenen Tage?
Österreichweit wurde die tiefste Temperatur der vergangenen Tage in der Nacht auf den heutigen Montag registriert, und zwar in Liebenau/Gugu an der Grenze zwischen Mühl- und Waldviertel mit -17,2 Grad. Inneralpin, etwa in Zell am See, lagen die Tiefstwerte gebietsweise um -10 Grad.
Was sind die niedrigsten zu erwartenden Temperaturen der kommenden Tage?
In den kommenden Nächten ist wieder recht verbreitet mit mäßigem bis strengem Frost zu rechnen. Besonders inneralpin, im Süden sowie im Mühl- und Waldviertel liegen die Tiefstwerte häufig zwischen -10 und 15 Grad. Lokal sind, etwa wieder an der Grenze zwischen Mühl- und Waldviertel, auch Tiefstwerte bis zu -20 Grad möglich.
Wo werden die Kältepole in den nächsten Tagen liegen?
Besonders im Donauraum, im Osten sowie im Süden und Südosten setzt sich in den kommenden Tagen und bis zumindest Donnerstag häufig Dauerfrost durch, hier kommen die Höchstwerte nicht über -5 bis 0 Grad hinaus. Besonders im Osten weht weiterhin teils lebhafter, eisiger Südostwind. Die gefühlte Temperatur liegt hier zeitweise auch tagsüber zwischen -5 und -10 Grad.
Ist derzeit Schnee in Sicht?
Nein, in den kommenden Tagen ist kein Schnee in Sicht. Unter Hochdruckeinfluss setzt sich trockenes und in den Niederungen kaltes, teils aber nebelanfälliges Winterwetter durch. In mittleren Höhenlagen sowie im Westen wird es hingegen oft deutlich milder.
Am Dienstag lösen sich die hochnebelartigen Wolken auf, sodass in weiten Landesteilen die Sonne zum Vorschein kommt. Am längsten trüb bleibt es im Waldviertel und im Südosten, aber auch hier wird es ab Mittag zunehmend sonnig. Der Föhn bzw. Südostwind lässt langsam etwas nach, weht aber in exponierten Lagen noch lebhaft bis kräftig. Im Osten und Süden bleibt es auch tagsüber verbreitet frostig mit -5 bis 0 Grad, an der Alpennordseite ist es bei 1 bis 7 Grad noch etwas milder.
Der Mittwoch hat in weiten Landesteilen viel Sonnenschein zu bieten, die Nebelfelder im Flachland lösen sich meist am Vormittag auf. Im Osten und Südosten ziehen Wolkenfelder durch, es bleibt aber auch dort trocken und zeitweise sonnig. Bei schwachem bis mäßigem, im Osten auch noch lebhaftem Südostwind liegen die Höchstwerte im Osten und Süden sowie im Donauraum zwischen -5 und 0 Grad. Im Westen und entlang der Nordalpen werden +1 bis 7 Grad erreicht.
Am Donnerstag werden die Nebel- und Hochnebelfelder wieder etwas häufiger und zäher, auch darüber ziehen im Tagesverlauf aus Südwesten einige Wolken durch. Es bleibt jedoch weiterhin trocken und abseits des Nebels häufig sonnig. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Südost, in den Nordalpen ist es stellenweise leicht föhnig. Maximal erreichen die Temperaturen -5 bis +6 Grad.
Der Freitag beginnt abseits der Alpen und im Süden mit Nebel bzw. Hochnebel, besonders im Donauraum und im Osten hält sich das trübe Grau oft hartnäckig. Im Westen und Südwesten zieht es tagsüber zu, vom Tiroler Alpenhauptkamm bis zu den Tauern und Lienzer Dolomiten beginnt es am Abend leicht zu schneien. Die Sonne zeigt sich vor allem im Mühlviertel sowie im zentralen und östlichen Bergland noch häufig. Im Donauraum weht mäßiger Südostwind. Die Höchstwerte liegen zwischen -4 und +7 Grad.