Die Teilnahme einer 13-Jährigen an einem Schönheitswettbewerb in Italien sorgt für Kritik – und zieht Konsequenzen nach sich. Das Mädchen lief im Bikini und mit hohen Schuhen bei "Miss Italia Mascotte" über den Laufsteg – einer Kategorie, die nach den Regeln 17-Jährigen vorbehalten ist. Der Titel soll ihnen im darauffolgenden Jahr, mit Erreichen der Volljährigkeit, die Teilnahme an "Miss Italia" ermöglichen.
Ein Video des Auftritts verbreitete sich in sozialen Netzwerken. Die Journalistin Selvaggia Lucarelli kritisierte in ihrem Newsletter "Vale Tutto" die "Sexualisierung" der Minderjährigen. Die Leiterin des Wettbewerbs, Patrizia Mirigliani, erklärte, der regionale Exklusivvertreter für Kampanien, Antonio Contaldo, werde mit sofortiger Wirkung entlassen. Er habe gegen das Reglement verstoßen, indem er einer 13-Jährigen die Teilnahme erlaubt habe.
Mirigliani zeigte sich sehr enttäuscht und erinnerte daran, dass "Miss Italia" klare Regeln habe, die einzuhalten seien. "Der Fehler unseres Mitarbeiters ist unglaublich", sagte sie. "Ich habe das Mindestalter für die Missen auf 18 Jahre angehoben, um die Teilnahme von Minderjährigen zu verhindern – eine Regel, die umso mehr auch für die Mascottes gilt."
Das 13-jährige Mädchen hatte sich auf der Bühne der Jury vorgestellt: Sie sei "sehr entschlossen und voller Träume", wolle Model werden und erhalte durch soziale Medien "zusätzlichen Antrieb, an sich selbst zu glauben". Die letzte minderjährige "Miss Italia" sei 2001 die damals 17-jährige Daniela Ferolla gewesen, wie "La Stampa" berichtet.