Erschütternder Prozess in Hamburg: Ein Geistlicher (64) soll einen Jugendlichen missbraucht haben. Besonders grausam: Der eigene Vater soll seinen Sohn verkauft und bei den Taten zugesehen haben.
Das Martyrium begann 2022, als der damals 15-Jährige für eine nachträgliche Konfirmation die Pfarre in Hamburg-Ochsenwerder besuchte. Schon beim ersten Treffen soll der Pastor den Burschen missbraucht haben. Später soll es zu einem weiteren Übergriff auf einem Parkplatz gekommen sein, für den der Geistliche 500 Euro zahlte.
Der absolute Tiefpunkt ereignete sich Ende April 2022 in einer Unterkunft auf der Reeperbahn. Dort soll der Pastor dem Vater, Michael H. (48), 2.000 Euro übergeben haben. Während an seinem Sohn "stundenlang" sexuelle Handlungen vollzogen wurden, soll der Vater zugesehen haben.
Der Jugendliche wehrte sich mehrmals, doch sein Vater setzte ihn massiv unter Druck. Laut "Bild" drohte er, den Kopf des Sohnes gegen eine Wand zu schlagen, sollte dieser sich jemandem anvertrauen. Der Junge soll zudem an weitere Freier vermittelt worden sein.
Insgesamt flossen laut Anklage 2.800 Euro. Während der Pastor vor Gericht schweigt, wurde der Vater bereits wegen Zwangsprostitution verurteilt (nicht rechtskräftig). Der heute 19-Jährige sagt unter Ausschluss der Öffentlichkeit aus.