Plant Jürgen Klinsmann (61) sein Trainer-Comeback? Der deutsche Weltmeister von 1990 ist seit seiner Entlassung als Nationaltrainer von Südkorea im Februar 2024 ohne Job. Jetzt bringt sich der Deutsche selbst bei seinem Ex-Klub Tottenham Hotspur ins Gespräch. Bei seinen Stationen als Trainer der USA und Südkorea begleitete ihn ÖFB-Legende Andreas Herzog als Co-Trainer.
"Wer würde diesen Job nicht wollen? Es ist Tottenham", sagte Klinsmann bei ESPN. Für ihn sei vor allem wichtig, dass ein Trainer den Klub wirklich versteht: "Man braucht jemanden, der eine emotionale Verbindung zu den Menschen aufbauen kann, der den Verein kennt und fühlt."
Bei den Spurs läuft es aktuell alles andere als rund. Neun Spieltage vor Saisonende steckt der Klub mitten im Abstiegskampf und liegt nur einen Punkt über dem Strich. Trainer Igor Tudor übernahm erst Mitte Februar als Feuerwehrmann – doch die Situation hat sich seitdem kaum verbessert.
Klinsmann glaubt zu wissen, was Tottenham jetzt braucht: "Um aus diesem Schlamassel herauszukommen, braucht es Kampfgeist – einen richtig harten, hässlichen Kampfgeist." Taktische Finessen seien seiner Meinung nach weniger entscheidend: "Es geht darum, alle mitzunehmen und die Mannschaft emotional zu erreichen."
Der Deutsche kennt den Klub aus eigener Erfahrung. 1994/95 sowie 1998 spielte Klinsmann selbst für Tottenham und erzielte in 68 Pflichtspielen 38 Tore. Zuletzt sorgte vor allem das 2:5 gegen Atlético Madrid im Champions-League-Achtelfinale für massive Kritik am aktuellen Trainerteam. Besonders diskutiert wurde eine Szene rund um Torhüter Antonin Kinsky, der nach zwei Fehlern bereits nach 17 Minuten ausgewechselt wurde.
Klinsmann zeigte dafür wenig Verständnis: "Wenn man Tudor heute fragt, würde er die Situation vielleicht anders entscheiden", meinte der Deutsche. Für den jungen Keeper sei das ein harter Moment gewesen: "Das ist das Schlimmste, was einem Torwart passieren kann."