Leser

Lehrerin zu Schüler: "Gib ihm Nuss für seine Blödheit"

An einer Mittelschule gab es nach einem Geo-Test für die Eltern vieler Schulkinder Stress. Schriftlich schimpfte eine Lehrerin – nicht zum ersten Mal.
Robert Cajic
28.02.2022, 14:43

Nicht nur die Corona-Fallzahlen sorgen österreichweit für Schwierigkeiten im Schulalltag – "Heute" berichtete.  Die Lehrerin einer Wiener Schule brachte mit einem Brief die Eltern aus der Fassung – wegen schlechten Testergebnissen. Doch schon vor dem Schreiben trat die Pädagogin des Öfteren ins Fettnäpfchen.

Lehrerin: "Kinder lernen nicht das Geringste"

In einem Brief beschuldigte eine Lehrerin nun die Erziehungsberechtigten für die schlechten Ergebnisse eines Geografie-Tests – 14 von 20 Schülern bekamen einen Fetzen. Im genannten Schreiben sprach die Pädagogin von einem "niederschmetternden Ergebnis". Daraufhin bezichtigte sie die Kinder, nicht zu lernen.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

In weiterer Folge behauptete die Ausbildnerin, die Schüler hätten kein Interesse an Allgemeinbildung. Abschließend kam die Frage: "Welche Note stellen sie sich für das Zeugnis vor?"

Lehrerin unter Mobbingverdacht?

In den letzten Jahren soll es zu mehreren Blackouts der Erzieherin gekommen sein. Einem Schüler redete sie angeblich seinen Traumjob als Flugbegleiter aus, da seine Englischkenntnisse nicht gut genug seien.

Bei einem Geburtstag und dem traditionellen Geburtstagskuchen in der Pause – eine Routine, welche die Kids der Klasse pflegen – soll ein Schüler übelst beleidigt worden sein. Die Lehrmeisterin soll Erzählungen zufolge den Burschen, ob er nicht schon genug von Kuchen gehabt hätte. 

Lehrerin: "Gib ihm eine Nuss für seine Blödheit"

Im Vorjahr gab es auch schriftliche Aussetzer. Nachdem die Wienerin über die Leistung eines Schülers nicht erfreut war, lästerte sie im Gruppen-Chat über den Teenager. Sie empfahl einem Schüler, dem Kollegen "gleich eine Nuss für seine Blödheit" zu verpassen.

Die Pädagogin beschuldigte nämlich den Schüler, sein Handy im Fernunterricht absichtlich vergessen zu haben. Erziehungsberechtigte bestätigten gegenüber der "Heute"-Redaktion, dass sie dem Buben das Handy abgenommen haben. Als sei dem nicht genug, drohte sie im Chat dem Schüler: "Sag ihm, er kann froh sein, dass ich nicht in der Schule bin", teilte die Wienerin der Schulklasse mit.

"Entspricht nicht dem Anspruch wertschätzender Kommunikation" 

Die Bildungsdirektion antwortete prompt auf die Vorwürfe gegen die Erzieherin. Es bestehe kein Zweifel, dass "dieser Elternbrief nicht dem Anspruch wertschätzender schulpartnerschaftlicher Kommunikation entspricht", sagte ein Pressesprecher der Bildungsdirektion im Gespräch mit "Heute". Er bestätigte zudem, dass man Kontakt mit der Schulleitung aufnahm, um notwendige Maßnahmen einzuleiten.

Vor allem das Thema Mobbing werde mit hoher Sorgfalt behandelt. Die Schule wurde deswegen aufgefordert, ein schriftliches Statement zu den Vorwürfen abzugeben. Ein Aufklärungsverfahren soll ein objektives Urteil über die Causa bringen.

Schräg, skurril, humorvoll, täglich neu! Das sind die lustigsten Leserfotos.

Bildstrecke: Leserreporter des Tages

Die Kinder haben hingegen keine negativen Geografie-Noten zu befürchten. Der Pressesprecher der Bildungsdirektion hob hervor, dass "aufgrund des Lernzielkontrollergebnisses – unabhängig von diesem Elternbrief – der abgefragte Lehrstoff nochmals pädagogisch aufgearbeitet werden muss".

Weitere Storys