Mix it! Jetzt kommt der Maximalalismus

Mehr Farben, mehr Formen, mehr Muster! minimalalismus war gestern, jetzt ist maximalalismus angesagt. Wir zeigen, wie es geht.
Ein ganzes Interieur in edlen Erdfarben? Fade! Halbleere Räume, in denen jedes Möbel ganz allein für sich steht? Überschätzt! Alles aufeinander abgestimmt und aus einem Guss? Langweilig!

Zu viel Styling passt nicht ins echte Leben, denn das Leben der meisten Menschen ist ständig in Bewegung, bunt und etwas chaotisch. Und das eigene Zuhause soll die eigene Persönlichkeit widerspiegeln und nicht unpersönlich wie ein Hotel wirken. Passend zum Revival der 70er-Jahre erlebt der maximalalismus ein Comeback. Hier eine Anleitung:

Mut zur Farbe

Ja, Räume in Weiß wirken größer. Aber wer sagt denn, dass größer besser ist? Oder gemütlicher? Eben! Das A und O des maximalistischen Looks sind Farben. Nicht-Farben wie Schwarz und Weiß sind damit genausowenig gemeint wie neutrale Töne wie Beige, Taupe oder Schlamm, an denen wir uns längst sattgesehen haben.

Knaller wie etwa Pink, Türkis, Violett, Orange und Gelb sind jetzt gefragt. Richtige Farben halt! Der maximalalismus setzt auf starke Kontraste und auch auf die Zusammenstellung von Farben, die im ersten Moment nicht zueinander zu passen scheinen, wie Pink und Orange, Grün und Violett. Sie wirken ungewohnt, aber auch interessant.

CommentCreated with Sketch.1 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Muster als Must-have

Ein weiteres Must des maximalistischen Looks sind Muster. Florale Muster, am besten in Übergröße, sind genauso angesagt wie spannende geometrische Muster. Beide werden übrigens frischfröhlich miteinander vermischt und schaffen eine ganz individuelle Atmosphäre. Wer sich (noch) nicht so richtig traut, kann verschiedene Muster innerhalb der gleichen Farbfamilie kombinieren oder aber gleiche Muster, zum Beispiel Streifen, in verschiedenen Farben mischen.

In Anlehnung an die 70er-Jahre erleben Tapeten ein Comeback und sind in einer Vielzahl von attraktiven Sujets erhältlich. Mutige tapezieren ganze Räume, weniger Abenteuerlustige begnügen sich mit einer einzigen Akzentwand. Das Ergebnis ist immer das Gleiche: Der Raum oder die Wand wird zum absoluten Hingucker!

Mix it!

Beim maximalalismus werden fast alle gängigen Design-Regeln gebrochen und deshalb ist hier der Stilmix nicht nur erlaubt, sondern explizit erwünscht: Die Lampe aus den Fünfzigern mit dem Tisch aus den Siebzigern und der Couchgruppe, die Sie letztes Jahr gekauft haben – passt schon! Ebenso der Teppich aus dem Iran mit dem Bett aus Schweden und dem Überwurf aus Mexiko. Individualismus ist Programm. Statt alles aus dem Möbelhaus zu besorgen, führt der Weg ins Brockenhaus, in Grosis überladenen Keller, zur Online-Auktion und zum Baumarkt.

So bitte nicht

Nicht Eleganz und Design stehen bei diesem Trend im Vordergrund, sondern Freude und Zuversicht. Und das brauchen wir in diesen Zeiten. maximalalismus bedeutet aber nicht vollgestopfte Räume, blindes Zusammenwürfeln oder einen schlechten Geschmack. Manchmal kann auch nur schon ein einziges Element das maximalale aus einem Raum holen, so etwa eine Wand in Petrolblau, die sie mit Fotos, Bildern, Zeichnungen der Kinder, Reisesouvenirs (ja, die afrikanischen Masken, die Grosi vor 40 Jahren auf dem Markt in Kenia gekauft hat) bestücken.

Das Resultat soll nicht einfach nur überladen wirken, sondern immer individuell und chic. (Nadia Fernandez / Christine Sc)

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