Weißer Kastenwagen

Mobiles Radar-Auto im Netz als Falschparker entlarvt

Im Netz gibt es zahlreiche Seiten, auf denen User vor mobilen oder fixen Radargeräten warnen. Teilweise gibt es kuriose Enthüllungen.

Oberösterreich Heute
Mobiles Radar-Auto im Netz als Falschparker entlarvt
Bei einem Rieder Radarauto war vor einigen Jahren das Pickerl abgelaufen. In einem aktuellen Fall hat ein Radarauto offenbar in Traun falsch geparkt.
Daniel Scharinger

Radargeräte sind vielen Autofahrern ein Dorn im Auge. Und das, obwohl überhöhte Geschwindigkeit eine der Hauptunfallursachen im Straßenverkehr ist. Rund ein Fünftel der tödlichen Unfälle geht auf Rasen zurück. Für noch mehr ist nur Ablenkung verantwortlich.

Behörden reagieren

Die Politik und die Behörden reagieren. Der Autobahnbetreiber ASFINAG rüstet bei den Radargeräten seit einigen Jahren im großen Stil auf und tauscht alte Geräte gegen neue, hochmoderne und viel genauere Systeme aus.

Auch die Gemeinden wehren sich gegen Schnellfahrer. Diese sind vor allem in Wohngebieten ein Problem. Dort herrscht häufig 30er-Beschränkungen, durch die Raser teilweise mit Geschwindigkeiten bis zu 100 km/h rasen.

Unauffälliger VW Caddy

Im Herbst hat die Gemeinde dann durchgegriffen und gemeinsam mit der Stadtpolizei ein neues Radar-Auto besorgt. Der VW Caddy sieht unauffällig aus, im Heck hat er modernste Radartechnologie. Alle paar Tage wechselt der Wagen in Absprache zwischen Stadt und Polizei die Position.

"Die Standorte werden aufgrund der Erfahrungen der Polizei und auf Basis von Anrainerbeschwerden ausgewählt", erklärte Bürgermeister Karl-Heinz Koll (ÖVP) nach Installation des Autos im Gespräch mit "Heute". Wo aber das Fahrzeug genau und wann steht, das bleibt indes geheim. In Ried beispielsweise wird die Stelle regelmäßig bekannt gegeben.

In Traun hat sich aber online Widerstand gebildet. Es gibt mittlerweile eine eigene Facebook- Gruppe, die fast täglich den Standort des Geräts veröffentlicht. "Radarauto/Kindersicherheit" hat mittlerweile mehr als 3.000 Follower.

Auf der Seite gibt es teils kuriose Enthüllungen. So stand das Radarauto zuletzt offenbar nicht ganz korrekt geparkt, wie ein User bemängelt. Denn eigentlich ist es verboten, ein Auto weniger als fünf Meter von einer Kreuzung entfernt zu parken. "Ich bezweifle stark, dass es sich um 5 Meter handelt", schreibt ein User da neben das Foto, das den weißen Wagen tatsächlich weit an der Kreuzung zeigt.

In Ried gab es vor einigen Jahren einen ähnlichen Fall. Damals ist beim mobilen Radarauto das Pickerl abgelaufen gewesen.

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    <strong>19.07.2024: So viel zahlt das AMS an arbeitslose Afghanen und Syrer</strong>. Durch eine Anfrage von FPÖ-Sozialsprecherin Dagmar Belakowitsch kam nun ans Licht, <a data-li-document-ref="120048427" href="https://www.heute.at/s/so-viel-zahlt-das-ams-an-arbeitslose-afghanen-und-syrer-120048427">welche Summen das AMS an Menschen aus Drittstaaten auszahlt.</a>
    19.07.2024: So viel zahlt das AMS an arbeitslose Afghanen und Syrer. Durch eine Anfrage von FPÖ-Sozialsprecherin Dagmar Belakowitsch kam nun ans Licht, welche Summen das AMS an Menschen aus Drittstaaten auszahlt.
    Picturedesk; "Heute"-Collage

    Auf den Punkt gebracht

    • Ein weißer Kastenwagen mit einem mobilen Radar-Gerät wurde im Netz als Falschparker entlarvt
    • Trotz der Unbeliebtheit von Radargeräten bei Autofahrern, reagieren die Politik und Behörden auf die hohe Anzahl von Verkehrsunfällen durch überhöhte Geschwindigkeit
    • Die Gemeinden wehren sich gegen Schnellfahrer, indem sie unauffällige Radar-Autos mit modernster Technologie einsetzen, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen
    red
    Akt.