Mehr als zwei Wochen nach der tödlichen Gewalttat in einer Wohngemeinschaft in Innsbruck steht die Kripo weiter vor einem Rätsel. Der Täter, der einem 25-jährigen Innsbrucker am 25. Juni tödliche Stichverletzungen zufügte, ist weiterhin wie vom Erdboden verschluckt.
Auch der zweite Zeugenaufruf brachte keinen entscheidenden Hinweis. "Offenbar konnte der Täter entkommen, ohne jemandem aufzufallen. Das Gebäude hat drei Ausgänge, was die Sache nicht einfacher macht. Durch welchen der Täter flüchtete, ist unbekannt", sagt Philipp Rapold, stellvertretender Leiter des Landeskriminalamts in der Tiroler Tageszeitung (TT).
Die Bluttat ereignete sich in einer Wohngemeinschaft in der Speckbacherstraße. Wer den 25-Jährigen attackierte, ist nach wie vor unklar.
Die Hoffnung der Ermittler richtet sich nun auf die Auswertung der am Tatort gesicherten Spuren. Doch auch diese dürfte schwierig werden. Das Opfer lebte mit drei Mitbewohnern zusammen, außerdem gingen in der Wohnung mehrere Besucher ein und aus. "Die Zuordnung der Spuren wird nicht einfach sein", so Rapold in der TT.
Auch die Befragungen der Mitbewohner brachten die Kriminalbeamten bisher nicht entscheidend weiter. Nach ihren Angaben gibt es bislang keine klaren Hinweise auf den unbekannten Besucher, der mit der Tat in Verbindung stehen könnte.