Ende März hat eine Freundin eine Frau auf Hokkaido als vermisst gemeldet. Die Polizei startete sofort die Suche, blieb aber erfolglos, wie viele Medien berichteten. Am 23. April wurde dann der Mann der Vermissten von den Ermittlern befragt und gab seine Tat gegenüber den Beamten zu.
Er gab an, die Anlage zum Verbrennen von Tierkadavern und Müll "ein paar Stunden lang" im Asahiyama-Zoo genutzt zu haben, um den Körper zu verbrennen. Wie genau die Frau zu Tode gekommen ist, wurde jedoch noch nicht veröffentlicht.
Am Tag nach dem Geständnis durchsuchten Polizisten den Zoo, der seit dem 8. April regulär für den Frühjahrsputz und Wartungsarbeiten geschlossen war. Auch die Wohnung des Mannes wurde am 26. April nach Hinweisen zur Tat durchsucht.
Der Zoo bleibt nun zumindest bis zum Wochenende zu und die Mitarbeiter bekommen psychologische Betreuung. Außerdem werden die Sicherheitssysteme überprüft, weshalb die Schließung noch länger dauern könnte.
Die Pfleger kümmern sich weiterhin um die Pinguine, Eisbären und andere Tiere, für die der nördlichste Zoo Japans bekannt ist. Der Tierpark existiert seit 1967. Im Vorjahr zählte er 1,33 Millionen Besucher. Viele wollten heute, am nationalen Feiertag in Japan, den Zoo besuchen.
Die Einrichtung ist bekannt für ihre innovative Gestaltung der Gehege. In kaum einem anderen Zoo kommst du so nah an die Tiere heran wie in Asahikawa.
Die Zoo-Verwaltung hat sich für die "großen Unannehmlichkeiten" entschuldigt. Ein hoher Stadtbeamter sagte gegenüber einer japanischen Zeitung, dass die Reaktionen der Öffentlichkeit "eher unterstützend als kritisch" ausgefallen sind. Der Bürgermeister berichtete, er habe viele ermutigende Nachrichten von Zoo-Fans aus ganz Japan bekommen. Diese seien "eine große Stütze für den Zoo und seine Mitarbeiter" gewesen.