Mordopfer aus Österreich genoss 50 Jahre das Leben

Otto H.s verlassenes Auto ließ die Polizei das Schlimmste befürchten. Symbolbild
Otto H.s verlassenes Auto ließ die Polizei das Schlimmste befürchten. SymbolbildGetty Images / moisseyev
Mehr als ein halbes Jahrhundert hatten australische Behörden nach dem vermissten Austro-Auswanderer gesucht. Jetzt gab es eine freudige Überraschung.

1970 erschütterte eine schreckliche Bluttat den Westen Australiens. Ein Anhalter hatte einen hilfsbereiten Autofahrer ermordet und danach dessen Leiche im Outback verscharrt. 

Nur drei Tage zuvor hatten Polizisten das Auto eines Austro-Auswanderers verlassen an einem Straßenrand bei Carnamah entdeckt. Die Ermittler, die fieberhaft nach Otto H. suchten, mussten das Schlimmste annehmen. Womöglich war auch der Österreicher Opfer des Killer-Landstreichers geworden.

Weltenbummler

Doch der Fall konnte nie aufgeklärt werden – bis jetzt. Wie die "Kronen Zeitung" berichtet, konnte der Cold Case nun mehr als ein halbes Jahrhundert später mit einem freudigen Abschluss zu den Akten gelegt werden.

Denn das vermeintliche Mordopfer erfreut sich bester Gesundheit! Ermittler konnten Otto H. schließlich im sizilianischen Palermo aufspüren, wo der Vermisste bereits seit mehr als 40 Jahren wohnt.

Der Anruf der Polizisten war auch für den Gesuchten eine riesen Überraschung – er hatte keine Ahnung, dass er in Australien als vermisst galt.

Sprit ausgegangen

Wie sich herausstellte, war dem österreichischen Weltenbummler anno 1970 einfach der Sprit ausgegangen. Also war der damals 22-Jährige einfach per Anhalter weiter durch Australien gereist, sein Auto hatte er einfach zurückgelassen. 

Wenig später zog es Otto H. aber zurück in die Heimat, wo er seinen Wehrdienst ableistete. Dann hatte ihn die Liebe in den Süden Italiens gezogen, wo er ein neues Zuhause fand.

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