Staatsanwalt positiv getestet, Mord-Prozess vertagt

Der Mordprozess um einen 50-jährigen Letten wurde auf Mitte November vertagt.
Der Mordprozess um einen 50-jährigen Letten wurde auf Mitte November vertagt.fotokerschi
Heute, Mittwoch, hätte es ein Urteil im Mordprozess um einen 50-jährigen Letten geben sollen. Er wird am 17. und 18. November fortgesetzt.

Bereits am zweiten von insgesamt drei angesetzten Prozesstagen war es zu Verzögerungen gekommen. Ein wichtiger Zeuge war nicht vor Gericht erschienen.

 Mittwoch sorgte dann der Corona-Test des Staatsanwalts für einen verspäteten Start. Laut "Krone" soll er erst positiv getestet worden sein, der zweite Test fiel dann aber negativ aus und es konnte doch verhandelt werden.

Der zuerst falsch positive Test hatte aber dennoch Folgen: "Wenn sich alles um zwei bis drei Stunden verschiebt, dann hat es keinen Sinn heute weiterzumachen. Das wird sonst eine ewig lange Partie", erklärt eine Pressesprecherin des Landesgerichts Linz gegenüber "Heute".

Bis der Akt verlesen ist, die Angeklagten sich noch einmal dazu äußern können und die zehn Geschworenen zur Urteilsberatung zusammenkommen, das alles würde eben dauern, so die Sprecherin.

Der Prozess wurde deshalb Mittwochmittag vertagt, er wird am 17. November fortgesetzt. Für diesen Tag ist die Verlesung und der Beschluss der Fragen geplant. Am 18. November sollen die Schlussplädoyers und das Urteil folgen.

Hintergründe zum Prozess

Angeklagt sind drei Letten, die offenbar genauso wie das spätere Opfer, zur Geldwäsche nach Linz gekommen waren. Sie alle wurden bereits wegen diverser Delikte, darunter auch Mordes, verurteilt und haben bereits Gefängnisstrafen verbüßt. In der Nacht auf den 23. September 2020 war es im Zimmer des Linzer Hotels Mama Muh zum Streit gekommen. Die Gruppe hatte viel Alkohol getrunken. Bei einer Prügelei blieb das 50-jährige Opfer verletzt im Zimmer zurück. 

Laut Anklage werden die drei Angeklagten verdächtigt ihr Opfer dann im Hotelzimmer mit hochprozentigem Alkohol übergossen und angezündet zu haben. Der 50-Jährige verstarb Anfang November an einem Multiorganversagen infolge der schweren Brandverletzungen.

Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft lautet deshalb auf schwere Köperverletzung, Brandstiftung und Mord. Es drohen lebenslange Haftstrafen. Die Angeklagten bekannten sich zumindest zur schweren Körperverletzung teilweise als schuldig. >>Hier der erste Prozesstag zum Nachlesen. 

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