Mordversuch in Wien: WEGA schnappt Benzin-Killer (47)

Nach Stunden auf der Flucht konnte die Polizei den mutmaßlichen Täter festnehmen. Er soll seine Ex mit Benzin übergossen und angezündet haben.

Der 47-jährige Verdächtige ist der Ex-Lebensgefährtin des Opfers. Er soll gegen 11.30 Uhr die Trafik der 35-Jährigen in der Nussdorfer Straße betreten haben. Dort übergoss er die Frau mit einer brennbaren Flüssigkeit und zündete sie an. Im Anschluss konnte der 47-Jährige – es gilt die Unschuldsvermutung –  fliehen, eine öffentliche Fahndung im gesamten Stadtgebiet war die Folge. 

Um 17.15 Uhr war seine Flucht zu Ende – offenbar wurde dem Mann der Druck durch die Berichterstattung samt Foto zu groß: Der Verdächtige wählte laut Polizei selbst den Notruf und gab seinen Aufenthaltsort bekannt. Anschließend habe er sich widerstandslos von Beamten der WEGA festnehmen lassen.

Mit Benzin übergossen

Die 35-Jährige hatte durch den Brandanschlag großflächige Verbrennungen am ganzen Körper erlitten – "Heute" berichtete ausführlich. Nur durch einen glücklichen Zufall ist sie wohl noch am Leben: Der Samariterbund war zufällig vor Ort und nahm die Erstversorgung vor.

Die 35-Jährige wurde vor Ort notfallmedizinisch versorgt, stabilisiert und anschließend durch die Berufsrettung mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.

"Bin zutiefst schockiert"

Frauenministerin Susanne Raab (ÖVP) zeigte sich in einer ersten Reaktion fassungslos: "Ich bin zutiefst schockiert. Dieser Angriff ist widerlich, abscheulich und an Brutalität nicht zu überbieten. Gewalt an Frauen ist nie zu akzeptieren. Für uns als gesamte Gesellschaft gilt, auf allen Ebenen gegen Gewalt an Frauen vehement anzukämpfen. Meine Gedanken sind bei der Frau."

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