Am Ende der Saison krachte es bei Real Madrid zwischen den Spielern. Jetzt tobt der Machtkampf in der Führungsebene der Madrilenen, nachdem Präsident Florentino Perez zuletzt Neuwahlen ausrufen ließ. Der Leidtragende: José Mourinho. Denn der Star-Trainer sollte eigentlich am Montag als neuer Real-Trainer vorgestellt werden – die Präsentation ist jetzt aber auf Eis gelegt.
Das ist auch für Perez bitter, der die Verpflichtung des Portugiesen eigentlich unbedingt schon öffentlich machen wollte. Dazu kommt, dass der Star-Trainer bis jetzt auch vergleichsweise günstig zu haben gewesen wäre. Seine Ausstiegsklausel lag bei sieben Millionen Euro – allerdings mit einer Frist, die zehn Tage nach dem Saisonende abläuft.
Und genau diese Frist muss Real Madrid nun verstreichen lassen. Der Grund: Die Neuwahlen am 7. Juni. Denn sollte Gegenkandidat Enrique Riquelme gewinnen und neuer Real-Boss sein, ist noch gar nicht gewiss, ob auch er mit Mourinho als Trainer plant. Und wenn doch, dann wird es teuer.
Denn die Ablöse des portugiesischen Trainers verdoppelt sich nach Ablauf der Frist. In Lissabon rechnet man trotzdem weiterhin mit einem Abschied des Star-Coaches. Wie spanische Medien berichten, besteht die Einigkeit zwischen beiden Lagern bereits seit Tagen. Auch ein Nachfolger bei Benfica dürfte schon bereitstehen. Marco Silva, aktuell Trainer von Premier-League-Klub Fulham, gilt als heißer Kandidat auf den Posten.
Für Mourinho wäre es eine Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte. Der 63-Jährige trainierte Real bereits von 2010 bis 2013, holte in dieser Zeit Meistertitel, Pokal und Supercup. Nur die Champions League blieb ihm damals verwehrt. Zudem krachte es am Ende seiner Amtszeit gewaltig – vor allem wegen der Degradierung von Torwart-Legende Iker Casillas.