Die Lage rund um die strategisch wichtige Straße von Hormus spitzt sich weiter zu – nun meldet Teheran erstmals konkrete Einnahmen aus der umstrittenen Passage.
Nach Angaben iranischer Medien sind Gelder aus neu eingeführten Gebühren bereits geflossen. "Die ersten Einnahmen aus den Mautgebühren für die Straße von Hormus wurden auf das Konto der Zentralbank eingezahlt", erklärte Vizeparlamentspräsident Hamid-Resa Hadschi Babai laut der Nachrichtenagentur Tasnim.
Parallel dazu verschärfen auch die USA ihr Vorgehen auf See. Wie aus Washington verlautete, haben US-Streitkräfte im Indischen Ozean ein sanktioniertes Schiff gestoppt und geentert, das iranisches Öl transportiert haben soll.
Das US-Verteidigungsministerium unterstrich, dass solche Einsätze fortgesetzt werden. Das Militär werde weiterhin Schiffe aufbringen, die im Verdacht stehen, dem Iran "materielle Unterstützung zu leisten". Seit der Blockade der Meerenge wurden demnach bereits Dutzende Schiffe abgefangen – überwiegend im Indischen Ozean.
Die Straße von Hormus bleibt damit ein zentraler Konfliktherd. Seit dem Beginn des Krieges Israels und der USA gegen den Iran Ende Februar ist die wichtige Route faktisch durch iranische Kräfte gesperrt. Durch die Meerenge läuft normalerweise etwa ein Fünftel des weltweiten Transports von Öl und Flüssiggas.
In den laufenden Verhandlungen über ein mögliches Kriegsende spielt die Passage eine Schlüsselrolle. Teheran fordert, dass Schiffe vor der Durchfahrt eine Genehmigung einholen müssen.