Für viele gehört Musik beim Autofahren einfach dazu – so auch für den Wiener Louis* (Name von der Redaktion geändert). Anfang März war er mit seinem Auto in Ottakring unterwegs, als die Fahrt plötzlich ein unerwartetes Ende nahm.
In der Kirchstetterngasse wurde der junge Mann von der Polizei angehalten. Zunächst wusste er nicht, weshalb er stoppen musste. Als die Beamten ihm den Grund nannten, war er völlig überrascht: Die Musik aus seinem Auto sei derart laut gewesen, dass sie als Ruhestörung gewertet wurde.
"Der Polizist meinte, dass die Musik beim Vorbeifahren einfach zu laut gewesen sei", erzählt Louis im "Heute"-Talk. Der Wiener zeigt sich einsichtig: "Ich habe selbst gemerkt, dass es zu laut war und die Musik sofort leiser gemacht."
Besonders erstaunt war er aber darüber, dass die Beamten die Lautstärke trotz geschlossener Fenster wahrgenommen haben wollen. Für zusätzlichen Ärger sorgt vor allem die Höhe der Strafe: 165 Euro musste der Wiener bezahlen.
Laut der Straferkenntnis habe der Wiener durch die laute Musik "ungebührlicherweise störenden Lärm" erregt. Die Geldstrafe beläuft sich hierbei auf 150 Euro sowie weitere 15 Euro als Kosten für das Strafverfahren. Auf "Heute"-Nachfrage erklärte ein Pressesprecher der Polizei Wien, dass es jeder angezeigten Person frei steht, Rechtsmittel gegen einen Strafbescheid zu ergreifen.
Ob Louis das nun auf sich beruhen lässt oder dagegen vorgehen wird, ist noch offen. Für Louis steht fest, dass die Summe völlig überzogen sei. "Gerade jetzt, wo ohnehin alles teurer wird – Sprit, Lebensmittel und so weiter", meint er frustriert.